Wale haben eine komplexe und vielschichtige Kommunikation untereinander. Noch ist jedoch nicht klar, was die Tiere einander mitteilen.
Wal im Wasser
Wale kommunizieren mit dem Körper und durch Gesänge. - Unsplash

Das Wichtigste in Kürze

  • Wale kommunizieren über Distanzen von bis zu mehreren tausend Kilometern.
  • Waltöne und Walgesänge sind äusserst komplexe Kompositionen.
  • Die genaue Bedeutung der «Walbotschaften» ist bisher nicht bekannt.

Sind Wale untereinander in Sichtweite, kommunizieren sie über Körpersprache und kurzwellige Laute. Über weite Distanzen hinweg setzen sie als Kommunikationsmittel Gesänge ein, die uns Menschen faszinieren.

Verschiedene Gesänge je nach Walart

Am bekanntesten ist der Gesang der Buckelwale. Wenn Sie schon mal eine CD mit Walgesängen zur Beruhigung oder Meditation gehört haben, war das sehr wahrscheinlich der melodische Gesang der Buckelwale.

Wal im Meer
Die Gesänge der Buckelwale sind am bekanntesten. - Pixabay

Die Männchen dieser Gattung erzeugen besonders schöne, lange und komplexe Tonreihen. Da die Tiere bevorzugt zur Paarungszeit singen, nimmt man an, dass es ein Balz-Gesang ist.

Eine andere Theorie deutet die ausgedehnten Gesänge als akustische Rivalenkämpfe unter Männchen.

Die Lieder bestehen aus identischen und variierten Tonfolgen, Strophen und Sequenzen. Eine Gesangseinheit dauert in der Regel 20 Minuten.

In dieser Zeit wiederholen sich die Töne und Strophen in faszinierender Genauigkeit und als verschachtelte Kompositionen.

Walflosse über dem Wasser
Die Walgesänge sind sehr komplex. - Unsplash

Buckelwale, die in den gleichen Regionen leben, haben ähnliche Gesänge. Wale in anderen Regionen können ganz andere Lieder singen.

Unter Wasser haben die Walgesänge eine Reichweite von mehreren hundert bis einige tausend Kilometern.

Auch ausserhalb der Paarungszeit singen Wale, allerdings deutlich weniger.

Haben weibliche Wale ein Jungtier bei sich, dämpfen sie den Gesang. Vermutlich sollen dadurch Fressfeinde ferngehalten werden.

Auch andere Wale singen

Zahnwale produzieren Laute, indem sie Luft durch eine Raumstruktur im Kopf bewegen. Diese Räume ähneln den menschlichen Nasenhöhlen.

Bartwale dagegen haben einen Kehlkopf, aber keine Stimmbänder. Wie genau die Meeressäuger die langen Klangteppiche und Gesänge erzeugen, ist immer noch ein Rätsel.

Das grösste Spektrum an einzelnen Tönen hat der Weisswal. Man bezeichnet ihn daher auch als «Kanarienvogel des Meeres».

Grönlandwale singen von April bis November ununterbrochen rund um die Uhr. Der Gesang konnte in 184 ähnliche «Lieder» unterteilt werden. Was genau die Wale mit den Gesängen mitteilen, ist bisher noch deren Geheimnis.

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