Der Hinterthurgau bietet viele Möglichkeiten für Ausflüge – von hervorragenden Brauereien über klassische Konzerte im Kloster bis hin zu tollen Wanderungen.
Zwei Personen wandern
Die Region um das Kloster Fischingen ist ein wahres Wanderparadies. - Ivo Scholz Photograph

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Hinterthurgau ist Barfusswandern angesagt.
  • Wie es sich für ein Kloster gehört, wird hier noch selber Bier gebraut.
  • Liebhaber der klassischen Musik kommen beim Kloster Fischingen voll auf ihre Kosten.

Im Volksmund wird der Hinterthurgau auch «Tannzapfenland» genannt – denn der höhergelegene südliche Teil der Region verfügt über einen reichen Bestand an Nadelwäldern.

Die Meisten kennen diese Region wohl nicht gerade wie ihre Westentasche. Nichtsdestotrotz hat die Gegend zwischen den beiden Zentrumsregionen Wil und Winterthur so einiges zu bieten.

Sei es durch die sanfte hügelige Landschaft zu wandern, kulturelle Veranstaltungen im Benediktinerkloster zu geniessen oder feinste Biere aus lokalen Brauereien zu degustieren – ein Ausflug lohnt sich allemal.

Umgebung mit allen Sinnen erleben

Ein beliebtes Ziel für Wanderer ist der Nollen – ein Hügel von 735 Metern auf einem Plateau zwischen dem thurgauischen und sanktgallischen Thurtal. Er bietet eine tolle Rundumsicht auf den Bodensee, die Alpen und den Hegau.

Wiese aussicht
Der Nollen ist ein beliebtes Ausflugsziel. - Thomas Staub

Der Barfuss- und Panoramaweg ist für viele ein Highlight. Auf vier oder sieben Kilometern Strecke wird man in einer herrlichen Umgebung rund um den Nollen via Fusssohlen von ganz neuen Sinneseindrücken überrascht.

Wiesen, Bäche, Waldböden und speziell errichtete Sinnesposten wechseln sich mit kurzen steinigen oder asphaltierten Streckenabschnitten ab. Dank beeindruckenden Aussichten auf den Seerücken, zum Bodensee und bis hin zum Alpstein wird der barfüssige Panoramaweg seinem Namen mehr als gerecht.

Kühe auf Wiese
Idylle pur auf dem Barfussweg. - Marisa Felix

Der Thurgauer Tannzapfenweg

Die Region um das Kloster Fischingen ist ein wahres Wanderparadies und repräsentativ für die ganze Gegend.

Der Thurgauer Tannzapfenweg beginnt beim Kloster, einer Perle unter den Schweizer Baudenkmälern, und führt über einen Aufstieg in schattigen Wäldern hinauf zum höchsten Punkt im Kanton Thurgau, dem Grat.

Die Wanderung ist so angelegt, dass die charakteristischen Merkmale der voralpinen Hügellandschaft im Grenzgebiet der Kantone Thurgau, St. Gallen und Zürich erlebbar wird.

Klassische Musik geniessen

Selbstverständlich sollten die Besucher genügen Zeit einplanen, um anschliessend noch das Benediktinerkloster in Fischingen zu besichtigen. Es ist das einzige noch von Mönchen belebte Kloster im Thurgau, umfasst aber auch ein Restaurant, eine Schreinerei sowie eine Schule.

Nebst einem umfassenden Seminarangebot bietet das Kloster auch ein reichhaltiges kulturelles Programm.

Besonders Liebhaber der klassischen Musik kommen beim Kloster Fischingen voll auf ihre Kosten: Hochkarätige Orchester, Chöre und virtuose Solisten geben ihr Können regelmässig in den Klangräumen des Klosters zum Besten.

Ein Bier, das nach Maracuja riecht

Wie es sich für ein altehrwürdiges Kloster gehört, besitzt die Anlage auch eine eigene Brauerei. Hier wird das «Pilgrim»-Bier produziert. Die Brauerei kann bei einer Führung besucht und das Bier degustiert werden.

Als erstes stechen die schön gestalteten Etiketten und die verheissungsvollen Biernamen wie Triple Blanche, Triple, Noire, Imperial Russian Stout oder Imperial Belgian Blond ins Auge. Probieren möchte man sie gleich alle.

Ist eine Flasche einmal geöffnet, kommt der Geruchssinn ins Spiel. Die Biere riechen dezent nach Nadelholz, Marzipan-Vanille, Mango-Maracuja, Caramel-Cognac, Dörrobst und vielem mehr.

Die Barfuss-Brauerei

Eine weitere kleine, aber exklusive Brauerei in der Region ist die Barfuss Brauerei in Schönholzerswilen. Die diversen und amerikanisch beeinflussten Bierraritäten mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen überzeugen vollends.

Bier
Bier aus der Barfuss Brauerei. - Barfuss Brauerei

Die Geschäftsführerin der Brauerei, Karin Patton, wurde zudem als Unternehmerin des Jahres 2020 in der Kategorie Kleinunternehmen ausgezeichnet. Denn ihre Leidenschaft gilt nicht nur dem Getränk, sondern sie kombiniert ihre Biere als Sommelière auch mit Speisen und begeistert damit ihre Kunden.

Nebst Führungen und Degustationen finden auch regelmässig Veranstaltungen statt.

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Artikel verfasst von Sacha Gähwiler, Tourismus Lifestyle Verlag

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