Frauenfeld TG: Opfer von Telefonbetrug – 230'000 Franken Schaden
Die Welle von Telefonbetrugsdelikten hält im Thurgau unvermindert an. Seit Anfang Jahr wurden mehrere Fälle gemeldet, der Schaden ist sechsstellig.

Im laufenden Jahr haben bisher neun Geschädigte bei der Kantonspolizei Thurgau Anzeige erstattet. Betroffen waren Frauen und Männer im Alter zwischen 54 und 90 Jahren. Die Schadenssummen bewegen sich pro Fall zwischen rund 10'000 und 110'000 Franken, gesamthaft beläuft sie sich auf etwas 230'000 Franken.
Die Kantonspolizei Thurgau hat seit Anfang Jahr zwei Geldabholer ermittelt und bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige gebracht. Sie werden jeweils mit mehreren Delikten in Verbindung gebracht.
Die Betrüger sind mit der «Banken-Revisionsstelle»-Masche aktiv. Dabei geben sie sich als Mitarbeiter einer Bank aus und machen auf verdächtige Kontobewegungen aufmerksam. Die Opfer erhalten dann die angebliche Nummer der Polizei und haben gleich die nächsten Betrüger in der Leitung.
Diese überzeugen die Geschädigten davon, bei der Bank im Rahmen einer Betrugsermittlung Geld abzuheben. Weil es sich angeblich um Falschgeld handelt, soll es an einen «Kurier der Staatsanwaltschaft» übergeben werden.
Diese Masche ist besonders perfid, weil die Opfer mit dem Rückruf auf eine echte Schweizer Telefonnummer tatsächlich den Eindruck haben, mit der Polizei zu sprechen. Diese Rufnummern haben die Betrüger aber im Vorfeld registriert und können sie bei Bedarf auch schnell wechseln.
Bitte Vorsicht
Wer einen Telefonanruf von einer angeblichen Revisionsstelle der TKB, Raiffeisen oder anderen Bank bekommt, soll das Gespräch sofort abbrechen. Bei Unsicherheit bitte nicht auf die angezeigte Nummer zurückrufen, sondern den Polizeinotruf 117 kontaktieren.












