Die norditalienische Stadt Brescia hat kulturell und historisch eine Menge zu bieten. Rund um den nahen Gardasee zelebriert man Leichtigkeit und Lebensfreude.
Gässchen
Gemütlich und schön: Brescia. - iStock
Ad

Das Wichtigste in Kürze

  • Brescia ist eine Stadt mit 200'000 Einwohnern und eine Provinz in der Lombardei.
  • Vor den Römern lebten hier Kelten, die den Ort Brixia nannten.
  • Brescia wird auch die Löwin Italiens genannt.
  • Dies aufgrund des tapferen Widerstandes, den die Stadt 1849 gegen die Habsburger leistete.

Alle deutschsprachigen Dichter, Musiker und Künstler, die das Land, in dem die Zitronen blühen, begeistert beschrieben haben, müssen die Region Brescia besucht haben. Dazu zählen grosse Namen wie Johann Wolfgang Goethe, Felix Mendelssohn Bartholdy oder Arnold Böcklin.

Denn in dieser Region wuchsen damals Zitronen in gepflegten, winterfesten Kulturen.

Brescia hat kulturell viel zu bieten. Sie ist der ideale Ausgangspunkt, um die gleichnamige Region in der Lombardei zu entdecken und dem italienischen Lebensstil zu frönen – oder dem, was man sich darunter vorstellt.

Italianità umfasst das Wesen, die Art, die Natur und den Charakter Italiens und der Italiener.

Die Stadt entdecken

Einen ersten Überblick über die Stadt gewinnt man auf dem Castello, einem der grössten Burganlagen Italiens. Es erzählt Festungsgeschichte von der Militärarchitektur des 16. Jahrhunderts unter der Herrschaft Venedigs bis ins 19. Jahrhundert zur Zeit der Besetzung durch die Österreicher.

Brescia
Die Gebäude Brescias erzählen von einer prächtigen Vergangenheit. - iStock

Das Zentrum der Altstadt kann man strukturieren, indem man sich an den drei bekannten Plätzen orientiert: Piazza Paolo VI., Piazza della Vittoria und Piazza della Loggia. Die Piazza Paolo VI. bildet den eigentlichen Mittelpunkt der Altstadt.

Spuren der Römer

Die Piazza della Vittoria zeugt vom Streben nach Macht, was in Brescia bereits die Römer zelebrierten. Das archäologische Areal um das römische Forum und der Klosterkomplex von San Salvatore und Santa Giulia gehören zum UNESCO-Welterbe.

Ein absolutes Muss ist der Besuch des Stadtmuseums Santa Giulia mit einer Ausstellungsfläche von 14’000 Quadratmetern und mit über 12’000 Exponaten. Das Museum zur Stadtgeschichte bietet eine umfangreiche Sammlung von der Bronzezeit bis ins Mittelalter. Was man zum Museumsbesuch mitbringen sollte: Viel Zeit.

Antike Brescia
Das Capitolium von Brescia, erbaut 73 n. Chr. - iStock

Italianità geht wahrscheinlich bereits auf das Leben der Herrscherklasse der Römer zurück. Sie wussten, wie man das Leben geniesst und bauten sich prächtige Villen in der Landschaft rund um Brescia.

Was für die reichen Römer gut war, ist es bestimmt auch für heutige Touristen. Italianità!

***

Artikel von Tourismus Lifestyle Verlag / Regula Zellweger

Mehr zum Thema:

Musiker Natur Reisemagazin Unterwegs