Die 10 am meisten überschätzten Naturwunder der Welt

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    Deutschland,

    Nicht jedes Naturwunder begeistert vor Ort. Eine neue Analyse zeigt, welche bekannten Sehenswürdigkeiten Besucher am meisten enttäuschen.

    Jasmund
    Die Kreidefelsen im Nationalpark Jasmund auf der deutschen Ostseeinsel Rügen zählen laut einer Auswertung zu den am meisten überschätzten Naturwundern der Welt. - Adobe Stock

    Naturwunder zählen zu den grössten Sehnsuchtszielen überhaupt. Aber halten sie tatsächlich, was spektakuläre Bilder auf Social Media und in Reiseführern versprechen?

    Die isländische Outdoor-Marke Icewear ist dieser Frage nachgegangen und hat rund 54'000 Google-Bewertungen zu 75 Naturwundern weltweit ausgewertet.

    Mithilfe einer semantischen Analyse wurde untersucht, wie häufig Reisende besonders positive Begriffe wie «wunderschön», «beeindruckend» oder «atemberaubend» verwendeten. Berücksichtigt wurden nur Naturwunder mit mindestens 500 Bewertungen.

    Je seltener Besucherinnen und Besucher positive Begriffe verwendeten, desto schlechter platzierte sich die vermeintliche Attraktion im Ranking.

    1. Königsstuhl Kreidefelsen (Deutschland)

    Die berühmten Kreidefelsen auf der Insel Rügen gehören zu den bekanntesten Naturmotiven Deutschlands. Dennoch enthalten lediglich 1,4 Prozent der ausgewerteten Google-Rezensionen besonders begeisterte Formulierungen.

    Damit landen die Kreidefelsen auf dem wenig schmeichelhaften ersten Platz.

    Königsstuhl Kreidefelsen (Deutschland).
    Königsstuhl Kreidefelsen (Deutschland). - Instagram/@franzi_hoffmann_fotografie

    2. Saalfelder Feengrotten (Deutschland)

    Ebenfalls auf Rang eins liegen die farbenprächtigen Schaugrotten in Thüringen. Die unterirdischen Tropfsteinhöhlen gelten zwar als touristischer Publikumsmagnet, lösen bei den Gästen aber offenbar seltener echte Begeisterungsstürme aus als viele andere Naturwunder.

    Saalfelder Feengrotten (Deutschland).
    Saalfelder Feengrotten (Deutschland). - Instagram/@die_baumfahnder

    3. Nationalpark Cavernas do Peruaçu (Brasilien)

    Der Nationalpark im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais ist für seine riesigen Höhlen und beeindruckenden Felsformationen bekannt.

    Trotzdem enthalten nur 2,8 Prozent der Bewertungen besonders positive Begriffe. Damit landet der Park erstaunlich weit vorne im Ranking der überschätzten Naturwunder.

    Nationalpark Cavernas do Peruaçu (Brasilien).
    Nationalpark Cavernas do Peruaçu (Brasilien). - Instagram/@ trilhando_peruacu

    4. Rio Tinto (Spanien)

    Der rötlich gefärbte Fluss in Andalusien wirkt fast ausserirdisch und zieht zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Die Erwartungen scheinen jedoch häufig höher zu sein als das tatsächliche Erlebnis.

    Nur 3,8 Prozent der Rezensionen fallen besonders euphorisch aus.

    Rio Tinto (Spanien).
    Rio Tinto (Spanien). - Instagram/@miloune___

    5. Nationalpark Lençóis Maranhenses (Brasilien)

    Die weissen Sanddünen mit ihren türkisfarbenen Lagunen zählen zu den spektakulärsten Landschaften Brasiliens. Dennoch landen sie auf Rang fünf der am meisten überschätzten Naturwunder.

    Laut Studie beschreiben lediglich 7,2 Prozent der Gäste das Erlebnis mit aussergewöhnlich positiven Begriffen.

    Nationalpark Lençóis Maranhenses (Brasilien).
    Nationalpark Lençóis Maranhenses (Brasilien). - Instagram/@dronelencoismaranhensess

    6. Iguazú-Wasserfälle (Argentinien/Brasilien)

    Die gewaltigen Wasserfälle gehören zu den bekanntesten Naturattraktionen Südamerikas und stehen auf der Bucketlist vieler Reisender.

    Umso überraschender ist Rang sechs. Obwohl die Iguazú-Fälle weltweit als spektakulär gelten, verwenden nur 7,3 Prozent der Besucherinnen und Besucher besonders begeisterte Formulierungen.

    Iguazú-Wasserfälle (Argentinien/Brasilien).
    Iguazú-Wasserfälle (Argentinien/Brasilien). - Instagram/@turistaenargentinaa

    7. Richat-Struktur (Mauretanien)

    Die sogenannte «Struktur des Richat» wird wegen ihrer kreisförmigen Form auch «Auge der Sahara» genannt. Besonders aus der Luft wirkt das Naturphänomen eindrücklich.

    Vor Ort scheinen die Erwartungen vieler Gäste jedoch nicht vollständig erfüllt zu werden.

    Richat-Struktur (Mauretanien).
    Richat-Struktur (Mauretanien). - Instagram/@ earthfromsatellites

    8. Hierve el Agua (Mexiko)

    Die versteinerten Kalkterrassen im Bundesstaat Oaxaca erinnern an gefrorene Wasserfälle. Das Naturwunder gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen Mexikos.

    In den Google-Bewertungen fällt die Begeisterung allerdings verhaltener aus als bei vielen anderen Naturattraktionen.

    Hierve el Agua (Mexiko).
    Hierve el Agua (Mexiko). - Instagram/@danstraveldiaries

    9. Tianchi (China/Nordkorea)

    Der Tianchi, auch Heaven Lake oder Himmelssee genannt, gilt als landschaftliches Juwel Ostasiens. Seine abgeschiedene Lage und die spektakuläre Bergkulisse machen ihn zu einem besonderen Reiseziel.

    Hast du schon einmal ein Reiseziel besucht, das deine Erwartungen nicht erfüllt hat?

    Dennoch schneidet er im Naturwunder-Ranking schlecht ab.

    Tianchi (China/Nordkorea).
    Tianchi (China/Nordkorea). - Instagram/@discoverxinjiang

    10. Caño Cristales (Kolumbien)

    Der «Fluss der fünf Farben» gehört zu den aussergewöhnlichsten Naturphänomenen Südamerikas. Seine bunten Wasserpflanzen verwandeln den Fluss zeitweise in ein farbenprächtiges Kunstwerk.

    Trotz dieser Einzigartigkeit zählt er laut Studie ebenfalls zu den am meisten überschätzten Naturwundern.

    Caño Cristales (Kolumbien).
    Caño Cristales (Kolumbien). - Instagram/@aweventurer

    Während einige weltberühmte Attraktionen die hohen Erwartungen nicht vollständig erfüllen, gibt es umgekehrt zahlreiche Naturwunder, die Besucherinnen und Besucher weit positiver überraschen als erwartet.

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    Spitzenreiter ist der Hoh-Regenwald im US-Bundesstaat Washington, gefolgt vom Crater Lake in Oregon und dem Mendenhall-Gletscher in Alaska.

    Ebenfalls hervorragend schneiden Fingal's Cave auf der schottischen Insel Staffa, die Grand Prismatic Spring im Yellowstone-Nationalpark, der kanadische Moraine Lake, der Milford Sound in Neuseeland, die Pinnacles Desert in Australien, die Kaieteur-Wasserfälle in Guyana sowie die Twelve Apostles an Australiens Südküste ab.

    Sie alle erhalten in den Google-Rezensionen deutlich häufiger begeisterte Bewertungen als viele der bekannteren Naturwunder der Welt.

    Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.

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    Kommentare

    User #3818 (nicht angemeldet)

    hm.. es wäre wesentlich interessanter zu erfahren, WARUM die Rezessionen negativ waren... Oft liegt es nicht am Naturspektakel selbst, sondern am ganzen Drumherum. Viele sind dermassen überloffen und teuer, dass es einem die Freude schlicht nimmt. Hat aber am Ende nichts mit der Natur zu tun, sondern mit dem Menschen.

    User #4308 (nicht angemeldet)

    Ich fand den Grand Canyon nicht so toll, rote Steine. Jeder schaut es mit seinen Augen an und jeder hat einen anderen Geschmack.

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