Australien verlangt Eintritt für beliebtes Naturwunder
Der Besuch der Felsformation «Twelve Apostles» in Australien war bisher gratis. Nun lanciert die australische Regierung ein gebührenpflichtiges Buchungssystem.

Australien erwartet 2026 vier Millionen Besucher bei den «Twelve Apostles», direkt an der berühmten Panoramastrasse Great Ocean Road.
Die freistehenden Kalksteinfelsen an der Südküste des Bundesstaates Victoria gehören zu den bekanntesten Naturwahrzeichen des Landes. Sie waren der Öffentlichkeit bisher gratis zugänglich.
Das soll sich nun ändern.
Ende 2026 wird vor Ort ein neues Besucherzentrum für 126 Millionen Australische Dollar (umgerechnet rund 70 Millionen Franken) eröffnet. Und damit eine Eintrittsgebühr fällig.

Wie viel der Zutritt zum neuen Zentrum und den Aussichtsplattformen kosten soll, haben die Behörden noch nicht abschliessend festgelegt. Aber es sollen nicht mehr als 20 Dollar (11 Franken) werden. Damit folgt das Land einem globalen Trend, Massentourismus durch Eintrittsgebühren einzudämmen.
Einnahmen werden reinvestiert
Die Gebühr und das neue Buchungssystem werden bei den Zwölf Aposteln einen gestaffelten Prozess ermöglichen. Und die sensible Umgebung schonen, so die australische Regierung.
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Die neuen Einnahmen sollen in Infrastruktur wie Campingplätze, Spazierwege oder Aussichtspunkte entlang der Great Ocean Road fliessen. Von der vorbeiführenden Schnellstrasse aus wird die populäre Felsformation weiterhin kostenlos sichtbar sein.
Besonders in der Hochsaison zwischen November und März sind die Touristenströme eine Belastung für die Umwelt und die lokalen Anwohner. Die Touristinnen und Touristen kommen in grossen Massen mit Bussen an. Oder parkieren ihre Autos am Strassenrand, der nicht dafür gedacht ist, und verursachen dadurch Staus.
Die neue Gebühr stösst aber nicht durchwegs auf ein positives Echo: Es wird vermutet, dass Touristen, die die verlangte Gebühr nicht entrichten wollen, auf gefährliche und ungesicherte Aussichtspunkte ausweichen könnten. Mehrere Bereiche in der Umgebung sind aufgrund baufälligen Zustands gesperrt.
Hinweis: Dieser Artikel wurde zuerst auf «Travelnews.ch» publiziert.












