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Studie: Warum der Orgasmus nicht das Wichtigste beim Sex ist

Kiran Iqbal
Kiran Iqbal

Bern,

Sex ist viel mehr als ein körperliches Erlebnis. Was Menschen am Liebesspiel wirklich lieben, überrascht.

Mann und Frau küssen sich
Der Höhepunkt? Nicht das Wichtigste – eine neue Studie klärt auf, was viele wirklich schätzen. - Depositphotos

Sexualität wird in der Forschung oft durch den Fokus auf Probleme geprägt, während das erlebte Vergnügen wenig Beachtung findet. Eine aktuelle US-Studie der Wissenschaftlerin und Sexualpädagogin Debby Herbenick verschiebt diesen Fokus.

Die wesentliche Frage bei der Untersuchung: Was gefällt Menschen beim Liebesakt mit ihrem Partner am meisten? Über 2'750 Menschen wurden befragt.

Orgasmus ist nicht alles

Nur etwa 230 Befragte nennen den Orgasmus als schönsten Moment beim Sex. Für viele ist er ein Höhepunkt, doch Sexualität ist viel mehr. Der Akt wird nicht als Wettkampf gesehen, sondern als gemeinsames Erlebnis.

Mann und Frau im Bett
Wenn der Orgasmus nicht im Vordergrund steht, fühlen sich viele Menschen wesentlich gelassener beim Liebesspiel. - Depositphotos

Was deutlich wird: Die Freude am Zusammensein und an Nähe ist für viele wichtiger als der Höhepunkt selbst. Diese Erkenntnis erleichtert den Druck und öffnet den Raum für echte Nähe und Verbindung zwischen den Partnern.

Freude geben, lieben, geniessen

241 Menschen lieben es, ihrem Partner Freude zu bereiten. Diese Hingabe ist kein Zwang für sie, sondern Ausdruck von echter Fürsorge und Wertschätzung.

So entsteht eine tiefe Nähe, die weit über körperliche Berührung hinausgeht. Über 300 Menschen erleben Sex als körperlichen Ausdruck von Liebe und emotionaler Bindung, besonders in langen Partnerschaften.

Knapp 400 schätzen das reine Lustempfinden, das Sorgen verdrängt und den Moment lebendig macht. Fast 900 gaben an, Vielfalt zu lieben – von Kuscheln über Küsse bis hin zu neuen Positionen oder Experimenten mit Spielzeugen. Die spielerische Entdeckung bringt Frische, Freude und stärkt die Beziehung.

Der klare Gewinner: Nähe

Für die Mehrheit der Befragten ist emotionale Nähe das Wichtigste. Das Gefühl, eins mit dem Partner zu sein, schafft tiefe Geborgenheit.

Kuschelndes Paar auf dem Sofa, Mann und Frau
Emotionale Verbundenheit macht Sex einzigartig. - Depositphotos

Kuscheln und Umarmungen nach dem Sex bleiben in Erinnerung. Logisch: Diese Verbundenheit macht den Akt erst richtig erfüllend und hebt ihn von einer «mechanischen Handlung» ab.

Es ist eine intime Begegnung auf vielen Ebenen – der wahre Schatz der Sexualität und Partnerschaft. Denn emotionale Nähe ist der Grundstein für Vertrauen, Sicherheit und eine stabile Beziehung.

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Kommentare

User #3571 (nicht angemeldet)

Susi wäre nicht einverstanden gewesen wenn ich keinen richtigen Abschluß ( 2x ) gemacht hätte. Roccolino

User #1863 (nicht angemeldet)

Stimmt. Das schlucken ist wichtiger.

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