Vorsorge Oberland: Ab wann sollte man für das Alter sparen?

Redaktion
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Zürich,

Ein früher Start in die Altersvorsorge zahlt sich aus. Wer rechtzeitig spart, nutzt den Zinseszinseffekt und schliesst Versorgungslücken im Alter gezielt.

Vorsorge
Rechtzeitig für die Vorsorge einzahlen muss nicht erst im Alter anfangen. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein früher Start in die Vorsorge senkt den Sparaufwand und nutzt den Zinseszinseffekt.
  • Die private Vorsorge ergänzt AHV und Pensionskasse und wird langfristig immer wichtiger.

Manchmal kommt einem der Gedanke an die Altersvorsorge. Vielleicht beim Blick auf die AHV-Abrechnung, beim Bezahlen der Miete oder wenn die Gedanken in die Zukunft weichen.

Doch wann sollte man mit der Altersvorsorge eigentlich beginnen? Die ehrliche Antwort lautet: Am besten so früh wie möglich. Auch dann, wenn Sie gerade erst 20 oder 25 Jahre alt sind.

Schon 25 bis 100 Franken im Monat können einen Unterschied machen, wenn man früh beginnt. Wer mehr Budget hat, kann 200 bis 300 Franken monatlich zurücklegen. Selbstständige oder Gutverdienende nutzen oft den Maximalbetrag der Säule 3a. Dieser wird jährlich festgelegt.

Vorsorge
Wer irgendwann in Rente gehen möchte, sollte am besten früh mit dem Anlegen beginnen. - Depositphotos

Dabei spielt die Höhe zu Beginn nicht eine so grosse Rolle, sondern die Regelmässigkeit. Ein kleiner Betrag, der konsequent über viele Jahre investiert wird, ist meist wirkungsvoller als grosse Einzahlungen, die nur unregelmässig erfolgen.

Wer mit 25 Jahren monatlich 100 Franken spart, kann bis zur Pension ein deutlich grösseres Kapital aufbauen als jemand, der erst mit 40 beginnt und doppelt so viel einzahlt.

Die Rolle der dritten Säule

Gerade, wenn man die jungen Jahre noch vor sich hat oder die Zukunft noch weit entfernt ist. Es empfiehlt sich, sich einen kleinen Sparplan zurechtzulegen und schon früh zu starten.

In der Schweiz basiert die Altersvorsorge auf drei Säulen. Die AHV sichert das Existenzminimum, während die Pensionskasse zusammen mit ihr einen Teil des bisherigen Einkommens abdecken soll.

Für viele reicht das jedoch nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Genau hier kommt die dritte Säule ins Spiel. Sie ist oft der entscheidende Teil, der den Unterschied im Alter ausmacht.

Denken Sie bereits an Ihre Altersvorsorge?

Vorsorge: Je früher, desto besser

Je früher man beginnt, desto mehr arbeitet die Zeit für einen. Der Zinseszins ist fast wie ein stiller Freund, der über die Jahre hinweg kleine Beträge immer grösser und stärker werden lässt.

Eine Studie der Universität St. Gallen aus dem Jahr 2023 zeigt, dass viele junge Erwachsene in der Schweiz den Zinseszinseffekt unterschätzen. Besonders auffällig: Ein grosser Teil der Befragten geht davon aus, dass spätere, höhere Einzahlungen den frühen Start problemlos ausgleichen können.

Die Studie verdeutlicht einmal mehr, dass Zeit einer der wichtigsten Faktoren in der Altersvorsorge ist. Wer früh beginnt, profitiert stark vom langfristigen Wachstum. Wer hingegen wartet, muss später deutlich mehr investieren, um denselben Effekt zu erzielen.

Vorsorge
Ein «zu jung» gibt es für die Altersvorsorge nicht. - Depositphotos

Man muss dafür auch kein grosses Vermögen haben. Es reicht manchmal schon ein kleiner, regelmässiger Betrag. Der erste Schritt zählt am meisten.

Denn: Im Rentenalter sinken die Einkünfte für die meisten spürbar, während Miete, Energie, Arztkosten und alles andere eher teurer werden.

Die Renten halten mit dieser Entwicklung selten Schritt. Und plötzlich steht man im Alter da und fragt sich: «Wie soll ich das alles schaffen?». Genau deswegen fühlt es sich so richtig an, heute schon etwas zu tun, auch wenn es nur ein kleiner Betrag ist.

Die dritte Säule als Instrument

Die dritte Säule bietet nicht nur die Chance, später mehr finanziellen Spielraum zu haben, sondern bringt auch steuerliche Vorteile. Und trotzdem schieben viele von uns den Anfang vor sich her mit Gedanken wie: «Ich verdiene noch nicht genug.» oder «Ich habe doch noch so viel Zeit.»

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Wer frühzeitig für das Alter spart, kann sich später grössere Sprünge erlauben. - Depositphotos

Diese Stimmen kennen wir alle. Sie klingen im ersten Moment zwar vernünftig, aber kosten uns wertvolle Jahre. In den Jahren, in denen wir uns Gedanken machen, könnten wir schon investieren.

Machen Sie heute den ersten, kleinen Schritt. Öffnen Sie ein 3a-Konto und informieren Sie sich in Ruhe, was zu Ihnen passt.

Kommentare

User #1850 (nicht angemeldet)

Wieso sparen? Dank dem seit 2021 gültigen EL-Gesetz wird dem Sparer im Fall der Fälle bis auf einen kleinen Restbetrag alles weggenommen. Auch bei der KK-Prämienverbilligung geht man leer aus. Der Sparer ist der Dumme, während für die Spargeldlosen gesorgt wird.

User #6453 (nicht angemeldet)

Oder er finanziert sich das sozialamt ab 55 selber. Alles sehr theoretisch in der Schweiz

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