Outdoor: Welches ist die höchstgelegene Hütte der Alpen?

    Marcel Winter
    Marcel Winter

    Bern,

    Am Gipfel der Welt – oder zumindest der Alpen – im Outdoor übernachten, ist ein Traum vieler Menschen. Hier wird er wahr.

    Outdoor
    Die Monte-Rosa-Hütte des Schweizer Alpen-Clubs (SAC) auf dem Gornergletscher bei Zermatt im Kanton Wallis. (Archivbild) - KEYSTONE/Martin Ruetschi

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die höchstgelegene Hütte der Alpen befindet sich im Monte-Rosa-Massiv.
    • Die höchste Schweizer Hütte liegt am Mönchsjoch.

    Einst galten Übernachtungen in einfachen Hütten als letzte Lösung. Hartgesottene starten ihre Gipfelwanderung oft im Morgengrauen. Menschen in Not hingegen erreichen abends nicht mehr rechtzeitig das Tal.

    Heute haben sie sich zu einem Trend verselbständigt. Laut Statistik des SAC gab es 2023 über 373'000 Übernachtungen in den Schweizer Hütten.

    Haben Sie schon einmal im Outdoor übernachtet?

    Hoch hinaus in der Mönchsjochhütte

    Ein besonderes Outdoorerlebnis ist die Übernachtung in einer besonders hoch gelegenen Hütte: Hier liegen den Gästen buchstäblich die ganzen Alpen zu Füssen. Zur Auswahl stehen dabei mehrere verschiedene Optionen in der Schweiz und direkt jenseits der Grenzen.

    Wer in der Schweiz bleiben möchte, kann zur Mönchsjochhütte in 3650 Metern Höhe hinaufsteigen. Die höchstgelegene Hütte des Landes ist von Lauterbach aus einfach zu erreichen. Der klassische Weg führt mit der Wengernalp- oder Jungfraubahn aufs Jungfraujoch in 3454 Metern Höhe. Noch ganz neu ist der Eiger Express ab Grindelwald zum Eigergletscher.

    Moenchsjochhütte
    Die Moenchsjochhütte. (Archivbild) - KEYSTONE/Peter Klaunzer

    Von der Bergstation Jungfraujoch sind es dann noch 45 bis 60 Minuten Aufstieg über den Gletscher zur Mönchsjochhütte. Sie ist Ausgangspunkt für Hochtouren zu Mönch, Jungfrau und Eiger und bietet einen unvergleichlichen Blick über die Schweizer Alpen.

    Outdoor: Die höchste bewirtschaftete Hütte der Alpen liegt in Italien

    Noch weit höher hinausgeht es für Outdoorfans in Italien. Direkt hinter der Grenze im Schatten der Dufourspitze, dem höchsten Berg der Schweiz.

    An seiner Südseite liegt die Capanna Margherita in 4554 Metern Höhe an der Signalkuppe (Punta Gnifetti auf Italienisch). Sie gehört zum CAI Sede Centrale Milano und wird vom CAI Sezione Varallo Sesia verwaltet.

    Capanna Regina Margherita
    Outdoor: Ein Mitglied eines internationalen Aerzteteams, aufgenommen Mitte August 1999, während des Aufstiegs zur hoechst gelegenen Hütte Europas, der Capanna Regina Margherita im Wallis. - KEYSTONE/HANDOUT SDA

    Sie ist nicht nur die höchstgelegene Hütte der Alpen, sondern auch eine der ältesten. Schon 1893 wurde sie von Königin Margherita von Savoyen festlich eröffnet und trägt seither ihren Namen.

    Sie ist eine wichtige Übernachtungsstätte im Outdoor für Wanderer und Bergsteiger im Monte-Rosa-Massiv. Sie bietet im Sommer Schlafplätze für 70 Personen, warme Küche und sogar WLAN. Letzteres ist auch ihrer zweiten Funktion als Forschungszentrum für Höhenmedizin und Meteorologie geschuldet.

    Monte Rosa Hütte
    Die Monte-Rosa-Hütte ist eine Berghütte, die von der Sektion Monte Rosa des Schweizer Alpen-Clubs im Monte-Rosa-Massiv der Walliser Alpen betrieben wird. - KEYSTONE/Alessandro Della Bella

    Von der Schweiz aus erfolgt der Aufstieg in der Regel von der Monte-Rosa-Hütte auf 2882 Metern Höhe. Von hier geht es auf dem Moränenpfad über den Grenzgletscher an der Dufourspitze vorbei. Die Wanderung dauert etwa sechs bis sieben Stunden.

    Outdoor: Übernachten im Schatten des Mont Blanc

    Ein weiteres reizvolles Ziel outdoor in den Bergen ist die Refuge Vallot in Frankreich. Die unbewirtschaftete Hütte liegt in 4363 Metern Höhe an der Nordseite des Montblanc und ist nur für Notfälle gedacht.

    Sie wird von der Sektion Saint-Gervais des Clubs Alpin Francais betreut. Der erste Bau entstand bereits Ende des 19. Jahrhunderts.

    Dies zusammen mit einem Observatorium auf Betreiben des Astronomen Joseph Vallot. Diese wurde 1938 durch den heutigen Bau ersetzt und war für zwölf Personen konzipiert.

    Biwak Vallot
    Blick auf den Mont-Blanc-Gipfel und die Hütte Biwak Vallot. - Depositphotos

    Heute wird es hier im Outdoor in der Sommersaison oft eng. Viele Menschen überschätzen beim Aufstieg auf den Mont Blanc ihre Fähigkeiten.

    Besonders häufig wird sie für Zwischenübernachtungen genutzt, wenn der Abstieg ins Tal am selben Tag nicht mehr möglich ist.

    Ausgangspunkt zum Gipfel des Mont Blanc ist die Bergstation der Tramway du Mont Blanc. Sie befindet sich an der Berghütte Refuge du Nid d’Aigle. Von hier sind es etwa sieben bis acht Stunden zur Refuge Vallot.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #6454 (nicht angemeldet)

    Jeder ein bisschen starke Schweizer hat mal im Militär Outor geschlafen. Aber eben nur starke Menschen sind im Militär und können das erleben. Das andere ist nur Memmig.

    Weiterlesen

    Outdoor
    Beantwortet!
    Outdoor
    14 Interaktionen
    So geht's!
    Outdoor
    10 Interaktionen
    Besuch lohnt sich

    MEHR OUTDOOR

    Rivian R2
    77 Interaktionen
    US-SUV
    zelt in den bergen
    7 Interaktionen
    Aufgepasst
    Outdoor Camping
    23 Interaktionen
    Outdoor unterwegs
    Outdoor Yoga
    43 Interaktionen
    Abschalten im Grünen

    MEHR AUS STADT BERN

    andrea bauer
    Apropos
    Publibike-Chef Markus Bacher
    Nach Kritik
    STADTTHEATER BERN: «TOSCA» IST ZURÜCK!
    Stadttheater Bern