Bildung: Wie verändert sich das Angebot?

Marcel Winter
Marcel Winter

Bern,

Digitale Technik verändert Schweizer Schulen, Lehrgänge und Weiterbildungen. Neue Berufe, KI und flexible Lernformen prägen das Bildungsangebot immer stärker.

Bildung
Das Bildungsangebot in der Schweiz wird immer grösser. - Depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Digitalisierung verändert Schule, Berufsbildung und Weiterbildung in der Schweiz.
  • Durch KI und neue Berufe werden digitale Kompetenzen im Alltag noch wichtiger.
  • Immer mehr Hochschulen und Forschung werden digitaler.

Wer heute eine Berufsschule oder Hochschule besucht, sieht die Veränderungen deutlich. Digitalisierung ist kein Zukunftsthema mehr. Sie zeigt sich im Unterricht, in neuen Berufsbildern und zunehmend auch im Umgang mit künstlicher Intelligenz (KI).

Und dabei geht es nicht nur um Tablets und Computer im Klassenzimmer. Heute ist es wichtig, Dinge zu lernen, die später wichtig sind, um beispielsweise in der digitalen Welt zurechtzukommen.

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation hat 2025 insgesamt 43 neue oder revidierte Berufsprofile genehmigt. Dazu gehören unter anderem der «AI Business Specialist», die «Technikredaktorin/der Technikredaktor» und die «Technische Kauffrau/der Technische Kaufmann».

Die Berufswelt in der Schweiz ändert sich also immer weiter. Eine gezielte Information über diese neuen Berufe ist daher auch in Schulen und Ausbildungsstätten zwingend notwendig.

Berufsbildung passt sich schneller an

Digitale Fähigkeiten sind in den neuen Berufen wichtig. Eine lernende Person muss heute nicht nur ein Programm bedienen können. Sie sollte auch merken, ob eine Information aus dem Internet vertrauenswürdig ist oder eine Datenauswertung Sinn ergibt.

Auch in der Schule hat die Digitalisierung ihren festen Platz. Neben Lesen, Schreiben und Rechnen treten neue Grundkompetenzen auf.

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Wer heute die Schule verlässt, hat mehrere Möglichkeiten, sich optimal weiterzubilden. - Depositphotos

Kinder lernen, wie Suchmaschinen funktionieren, warum Quellen geprüft werden müssen und wie persönliche Daten geschützt werden.

Auch Lehrer müssen sich, auch wenn sie nicht wollen, anpassen. Für Lehrer gibt es auch passende Berufsfortbildungen, um die Welt rund um KI und Digitalisierung zu verstehen.

Bildung: KI bringt neue Lernformen

Digitale Lernprogramme können sich dem Können der einzelnen Schülerinnen und Schüler anpassen. Wer mehr Übung braucht, bekommt passende Aufgaben. Wer schon weiter ist, kann schwierigere Inhalte bearbeiten. Das entlastet nicht nur Lehrer, sondern auch Eltern.

Doch es gibt ein Problem. Wann hilft KI wirklich? Und wann nimmt sie Lernenden eher das Denken ab?

Lehrer müssen ihren Schülerinnen und Schülern unbedingt in dieser Phase beistehen. Nur so kann es gelingen, dass eigenständiges Denken weiter gefördert wird.

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Die KI bringt auch neue Lernformen. - Depositphotos

Wie das Bundesamt für Statistik 2025 zeigt, haben bereits 43 Prozent der Menschen in der Schweiz generative KI genutzt. Befragt wurden Personen im Alter von 15 bis 88 Jahren.

Besonders deutlich ist die Entwicklung bei den Jüngeren. Bei den 15- bis 24-Jährigen nutzen bereits vier von fünf Personen solche Anwendungen.

Hochschulen und Forschung werden digitaler

Auch Hochschulen bauen ihr Angebot immer mehr aus: Informatik, Datenanalyse, künstliche Intelligenz und digitale Ethik werden in mehr Studiengänge integriert.

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In Bildungsinstitutionen lassen sich immer mehr Werkzeuge in Richtung KI erlernen. - Depositphotos

Auch Medizin, Recht, Wirtschaft, Pädagogik und Sozialwissenschaften müssen digitale Entwicklungen einordnen und ihren Bereich ausbauen.

Bildung: Datenschutz und Grenzen

Mit der Digitalisierung wachsen auch Risiken. Schulen und Bildungsinstitutionen arbeiten mit sensiblen Daten.

Dazu gehören Leistungen, Lernverhalten, Login-Daten und teilweise persönliche Informationen. Deshalb werden Datenschutz, Datennutzung und digitale Identität wichtiger.

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Natürlich gibt es auch Grenzen bei der digitalen Bildung. - Depositphotos

Doch auch hier gibt es ein Problem. Nicht alle Lernenden haben dieselben Voraussetzungen. Unterschiede bei Geräten, Unterstützung zu Hause und digitalen Fähigkeiten können Bildungsungleichheiten verstärken. Deshalb braucht es klare Regeln, gute Infrastruktur und geschulte Lehrpersonen.

Nutzen Ihre Kinder in der Schule Tablets?

Ideal wäre es, wenn alle Kinder an den Schulen das gleiche Gerät bekämen und entsprechend darauf lernen könnten. Doch diese Geräte sind oft teuer und es werden wohl noch einige Jahre vergehen, bis es soweit ist.

Wer sich trotzdem nicht «abhängen» lassen will, tätigt die Investition in ein Lern-Pad oder einen Computer selbst. So können die Kinder schon vorab lernen, wie die neue Technik funktioniert.

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