Beim Pflücken ist grosse Vorsicht geboten: Wer Bärlauch selber sammelt, sollte ihn nicht mit seinem giftigen Doppelgängern verwechseln.
Bärlauch
Blühender Bärlauch im Wald. - depositphotos

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer Bärlauch selber sammelt, sollte besonders Acht geben.
  • Er wird schnell mit giftigen Herbstzeitlosen und Maiglöckchen verwechselt.
  • Auf sicher geht man mit dem Stängel-Vergleich oder Zerreib-Test.

Bärlauch gehört mit seinem einzigartigen Geschmack zu den Kräuter-Lieblingen in der Küche. Wer ihn selber sammeln geht, sollte jedoch besser zweimal hinschauen.

Bärlauch
Wilder Bärlauch im Wald. - depositphotos

Der würzige Knoblauchspinat kann schnell mit Herbstzeitlosen und Maiglöckchen verwechselt werden. Diese enthalten aber in ihren Blättern giftige Stoffe, welche beim Verzehr starke Symptome auslösen können: Erbrechen, Krämpfe, akute Kreislaufbeschwerden und blutigen Durchfall.

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Das Maiglöckchen sieht dem Bärlauch zum Verwechseln ähnlich. Jedoch ist dessen Blüte eine Glocke. - pixabay

Beim Pflücken sollte besonders auf den Stängel geachtet werden. Denn ein Bärlauch-Blatt wächst jeweils nur an einem Stängel. Hingegen wachsen beim Maiglöckchen immer zwei Blätter an einem Stängel. Bei Herbstzeitlosen liegen mehrere Blätter an einem Stängel, welche sich dann öffnen.

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Colchicin ist ein toxisches Alkaloid, dass in der Herbstzeitlose, welcher dem Bärlauch erstaunlich ähnlich sieht, vorkommt. - Keystone

Wenn man sich in der Unterscheidung der Stängel zu unsicher ist, kann man den Zerreib-Test machen. Denn beim Bärlauch entsteht der typische Knoblauchgeruch.