Wintersport: Booster für das Immunsystem

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    Bern,

    Widriges Wetter dient in der kalten Jahreszeit als willkommene Ausrede für den Trainingsverzicht. Dabei ist körperliche Aktivität gerade jetzt wichtig.

    Läufer im Schnee Beine ab Knie
    Vieles spricht dafür, auch im Winter die Laufschuhe zu schnüren. - Zacharie Scheurer/dpa-tmn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bewegung ist ein wichtiger Faktor, um gesund und guter Laune durch den Winter zu kommen.
    • Trainierte Muskeln funktionieren wie eine «körpereigene Heizung» gegen die Kälte.
    • Das stimulierte Immunsystem entwickelt stärkere Abwehrkräfte gegen Krankheitserreger.

    Nasskaltes Wetter sollte uns nicht von unserer Trainingsroutine abhalten. Gerade in der dunklen Jahreszeit kann Bewegung helfen, gesund und mit Energie durch den Winter zu kommen.

    «Sporttreiben im Winter ist wie ein Booster für unser Immunsystem», sagt Sportwissenschaftler Prof. Ingo Froböse.

    «Denn von der ersten Sekunde der körperlichen Aktivität wird dieses stimuliert und aktiviert und damit nachhaltig auch trainiert.

    So bekommen wir eine deutlich stärkere Abwehr», erläutert der Leiter des Instituts für Bewegungstherapie und bewegungsorientierte Prävention und Rehabilitation der Deutschen Sporthochschule Köln.

    Muskeln als körpereigene Heizung

    Dabei geht es nicht nur um Ausdauer, die man etwa auf Joggingrunden bolzt. Muskeltraining wiederum könne in den Wintermonaten eine Waffe gegen die Kälte sein.

    Denn Muskeln wärmten uns von innen, wie eine «körpereigene Heizung», so der Fachmann.

    Familie Innenstadt Schlitten Schnee
    Die Kinder, Nichten, Neffen, Nachbarskids auf dem Schlitten um den Block ziehen – physisches und soziales Muskeltraining in einem. - Unsplash

    Das sei auch eine Erklärung dafür, warum Männer im Winter oft weniger frieren als Frauen – weil sie im Schnitt 20 bis 30 Prozent mehr Muskelmasse haben.

    Muskeln haben noch einen zweiten willkommenen Effekt: Sie verbrennen über den Tag verteilt Energie. Das helfe etwa dabei, Weihnachtspfunde loszuwerden. Das sei quasi ein «natürlicher Kalorienausgleich».

    Neue Reize für Körper und Geist

    Ein weiterer Rat des Experten: Lässt die Witterung wirklich kein Training vor der Haustür zu – etwa weil es glatt ist –, sollte man das zum Anlass für Neues nehmen. Beispielsweise den Gang ins Schwimmbad oder in die Squash-Halle.

    Das sei nicht nur gut für den Körper, auch der Geist profitiere, so Froböse. Neue Sportarten und Bewegungen sorgten dafür, dass die Nerven im Gehirn besser miteinander kommunizierten.

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