Ärzte empfehlen häufig, mehr Milch zu trinken. Eine Studie hat jetzt gezeigt, dass der darin enthaltene Zucker Galaktose das Risiko für Osteoporose erhöht.
Milch.
Wie Konsum von Milch Osteoporose-Risiko erhöht. - pexels

Das Wichtigste in Kürze

  • Osteoporose wird durch den in der Milch enthaltenen Zucker Galaktose begünstigt.
  • In der Milch ist viel Kalzium und Vitamin D enthalten.
  • Um das Risiko niedrig zu halten, können fermentierte Milchprodukte konsumiert werden.

Schon als Kind haben wir gelernt, dass Milch gesund ist. Auch die Ärzte empfehlen Osteoporose-Patienten häufig, mehr Milch zu trinken.

Das in der Milch enthaltene Kalzium ist ein bedeutender Bestandteil unserer Knochensubstanz. Es soll für die notwendige Knochenfestigkeit sorgen. Auch dem darin enthaltenen Vitamin D spricht man einen positiven Effekt auf unsere Knochen zu.

Das Vitamin D sorgt dafür, dass das Kalzium im Dünndarm aufgenommen werden kann und anschliessend zu den Knochen transportiert wird. Alles scheint daher darauf hinzuweisen, dass Milch gut für die Gesundheit unserer Knochen ist.

Eine neue Studie aus Schweden hat jetzt jedoch gezeigt, dass Milch das Risiko für Knochenfrakturen erhöhen kann.

Ursache ist Zucker Galaktose

Als Ursache dafür wird der in der Milch enthaltene Zucker Galaktose mit seiner oxidativen Wirkung vermutet. Dieser fördert im Körper Entzündungsreaktionen und steigert den oxidativen Stress. Das wiederum begünstigt die Entstehung von Osteoporose.

Ärztin mit Röntgenbild.
Eine neue Studie aus Schweden hat jetzt gezeigt, dass Milch das Risiko für Knochenfrakturen erhöhen kann. - pexels

Der Studie zufolge erhöht bei Frauen jedes zusätzliche Glas Milch pro Tag das Risiko für Frakturen um zwei Prozent. Bei den Hüftfrakturen sogar um einen Anstieg von neun Prozent.

Für die Männer konnte hingegen kein deutlich erhöhtes Risiko festgestellt werden.

Alternative fermentierte Milchprodukte

Wer sein Risiko für Knochenfrakturen niedrig halten möchte und trotzdem nicht auf Milch verzichten möchte, dem bieten fermentierte Milchprodukte eine Alternative. Dazu zählen zum Beispiel Sauermilch und Kefir.

Bei der Fermentation wird der in der Milch enthaltene Zucker durch Mikroorganismen in Milchsäure umgewandelt und somit unschädlich gemacht. Die Vitamine und wertvollen Mineralien bleiben gleichzeitig erhalten.

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