Abnehmen

    Warum Appetithemmer nicht immer beim Abnehmen helfen

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    Bern,

    Abnehmen steht bei Ihnen auf der To-do-Liste? Doch nicht alles, was angepriesen wird, tut einem auch gut. Konsumentenschützer klären auf.

    Frau Glas Pulver
    Kalorien sparen durch Abnehmpulver: Beim Absetzen kann viel falsch gemacht werden, so dass es zum Jo-Jo-Effekt kommt. - Foto: Franziska Gabbert/dpa-tmn

    Das Wichtigste in Kürze

    • Entwässerungsmittel und Appetithemmer versprechen einen leichten Weg zum Abnehmen.
    • Das Vorhaben Fettabbau verlangt aber vor allem eine Ernährungsumstellung.

    Die Festtagspfunde sitzen noch auf den Hüften? Oder jahrelange Bequemlichkeit hat hier ihre Spuren hinterlassen?

    Da klingen Pülverchen und Pillen verlockend, die die Fettverbrennung ankurbeln. Doch dauerhaft abnehmen kann man damit alleine nicht.

    «Manche Mittel schaden sogar», sagt Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW und erklärt warum.

    So versprechen Entwässerungsmittel oder Appetithemmer einen leichten Weg zum Gewichtsverlust.

    Tatsächlich könne man durch Entwässerung schnell an Gewicht verlieren. Aber das ist kein Fettabbau.

    Und Appetithemmer mit Quell- und Ballaststoffen wie Glucomannan aus der Konjak-Wurzel kann zu einem Darmverschluss führen, wenn man nicht genug trinkt, warnen die Verbraucherschützer.

    Jo-Jo-Effekt: Appetithemmer besser ausschleichen

    Solche Mittel machten zwar tatsächlich satt, aber nach dem Absetzen der Präparate drohe wegen der Gewöhnung ein Hunger auf grosse Portionen und damit ein Jo-Jo-Effekt.

    Wichtig wäre, die Mittel langsam auszuschleichen und durch ballaststoffreiche Gemüse und Getreide zu ersetzen.

    Pillen Teller Messer Gabel
    Essen ist vor allem auch Genuss – das sollte man auch bei Diäten erinnern. - Pixabay

    Auch Diät-Shakes aus Pulvern hören sich einfacher an als aufwendige Gemüsegerichte zu kochen. Doch der Körper brauche mehr als das, was in solchen Mischungen enthalten ist.

    Werden alle Mahlzeiten durch sie ersetzt, müssen sie den Warnhinweis «Darf ohne ärztlichen Rat nicht länger als drei Wochen verwendet werden» tragen.

    Bei Diät-Shakes nur eine Mahlzeit ersetzen

    Besser sei es, kurze Zeit nur eine Hauptmahlzeit dadurch zu ersetzen. Der Ersatz liefert dann nur 200-400 kcal statt der normalen 700-800 kcal einer Hauptmahlzeit.

    Dieser Einstieg in die Gewichtsabnahme funktioniere aber nur, wenn auch sonst kalorienärmer gegessen wird.

    Wer glaubt, durch Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform Kalorien zu sparen, irrt auch.

    Sie können viele Kalorien und Zucker liefern. Angaben dazu seien für Nahrungsergänzungsmittel nicht vorgeschrieben, könnten falsche Erwartungen wecken.

    Erkennbar ist hoher Zuckergehalt, wenn als Zutaten Maltodextrin oder Zucker ganz oben stehen.

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