Skoda Peaq: Oberklassen-Luxus fürs Volk
Skoda greift mit dem Peaq die Oberklasse an: Das neue Elektro-SUV bietet enorm viel Platz und 642 km Reichweite für unter 50'000 Franken.

Wer durch die Strassen Prags blickt, versteht den Erfolg von Skoda ganz ohne Statistik: Der Verkehr der «Goldenen Stadt» wird dominiert vom tschechischen Traditionshaus – gefühlt trägt jedes zweite Fahrzeug das fliegende Pfeil-Logo.
Die VW-Tochter hat sich längst zum eigentlichen «Volks-Wagen» gewandelt. Nun steht ein Epochenwechsel bevor: Mit dem Produktionsstart des Skoda Peaq bricht die Marke zu neuen Ufern auf und nimmt erstmals gezielt die automobile Oberklasse ins Visier.
Ein Einstiegspreis von unter 50'000 Franken setzt etablierte Konkurrenten ordentlich unter Druck. Damit bringt die beliebte Traditionsmarke echte Oberklasse-Dimensionen in erschwingliche Reichweite.
Einzigartiger Produktionsmix am tschechischen Stammsitz
Die Ingenieure am Hauptstandort Mladá Boleslav meistern in der Fertigung eine organisatorische Herkulesaufgabe: Dort wird der vollelektrische Peaq nämlich gemeinsam mit den Schwestermodellen Enyaq, Elroq und dem Verbrenner Octavia montiert.

Skoda verlagert dafür Teile der Octavia-Produktion vorausschauend in das Partnerwerk Kvasiny. Dadurch schaffen die Produktionsplaner den nötigen Freiraum für das neue elektrische Flaggschiff der Marke.
Das eigens gebaute Batteriewerk liefert die riesigen Akkus direkt an das Hauptband im Werk. Bereits vor dem offiziellen Fertigungsstart lagen dem Hersteller mehr als 8'500 verbindliche Kundenbestellungen vor.
Beeindruckende Leistungswerte im direkten Marktvergleich
Der tschechische Neuling trumpft im direkten Vergleich vor allem beim nutzbaren Raumangebot mächtig auf. In der ökonomischen Fünfsitzer-Variante bietet der riesige Stromer ein gewaltiges Kofferraumvolumen von 935 Litern.
Konkurrenten wie der Kia EV9 oder der Volvo EX90 verlangen für vergleichbare Platzverhältnisse deutlich mehr Geld. Zudem ermöglicht die grösste Batterie mit 91 Kilowattstunden Kapazität beachtliche Reichweiten von bis zu 642 Kilometern.

Das integrierte bidirektionale Laden verwandelt den Wagen unterwegs in ein leistungsfähiges Kraftwerk für externe Elektrogeräte. Dieser praktische Zusatznutzen begeistert besonders Outdoor-Fans und aktive Familien auf Reisen.
Schwachstellen und Kritikpunkte im Alltag
Trotz der hervorragenden Eckdaten zeigt das tschechische Elektro-Dickschiff im Alltag auch klare Schwachstellen. Die ausladenden Karosserieabmessungen verlangen in engen Schweizer Parkhäusern und Altstadtgassen extrem gute Nerven.
Zudem lädt der Akku an Schnellladesäulen mit maximal 190 Kilowatt Spitzenleistung. Rivalen mit moderner 800-Volt-Architektur laden ihre Batterien im Fernverkehr deutlich schneller wieder auf.

Bei voll besetzter dritter Sitzreihe schrumpft das Gepäckabteil ausserdem auf bescheidene 299 Liter zusammen. Die hintersten Plätze eignen sich aufgrund der eingeschränkten Beinfreiheit ohnehin fast nur für kleinere Kinder.
Technische Optionen und Verkaufsstart in der Schweiz
Käufer wählen beim Modell Peaq zwischen drei unterschiedlichen Antriebsstufen mit Leistungen von 204 bis 299 PS. Das kraftvolle Topmodell fährt mit Allradantrieb und zieht schwere Anhänger bis zu zwei Tonnen Gewicht.
Ein modernes 13.6-Zoll-Display und ein optionales Head-up-Display prägen die aufgeräumte Armaturentafel im Cockpit. Der digitale Fahrzeugschlüssel gewährt die schlüssellose Zugangssteuerung direkt über das Smartphone oder die Smartwatch.
Die ersten Kundenfahrzeuge treffen im Herbst 2026 bei den Schweizer Konzessionären ein. Das geräumige Modell verspricht spannende Dynamik im stark umkämpften Segment der elektrischen Familien-SUVs.











