Olympia 2026: Für Riesen-Gold fehlt Odi an Olympia Quentchen Glück
Komplettiert Marco Odermatt bei Olympia 2026 seinen Medaillen-Satz? Oder steht ihm erneut ein anderer Fahrer vor der Sonne? Bei Nau.ch ist man sich uneinig.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Samstag steigt bei Olympia 2026 der Riesenslalom der Männer auf dem Programm.
- Titelverteidiger Marco Odermatt geht als Favorit an den Start.
Bei Olympia 2026 wird bisher ein Schweizer Ski-Star zum grossen Überflieger: Franjo von Allmen holt sich den Gold-Hattrick in Abfahrt, Super-G und der Team-Kombi.

Marco Odermatt holt bisher Silber (Kombi) und Bronze (Super-G) – hat aber noch ein Ass im Ärmel: Im Riesenslalom vom Samstag geht er erneut als grosser Favorit an den Start. Verteidigt er seine Gold-Medaille? Bei Nau.ch ist man sich nicht einig.
Pascal Moser, stv. Sportchef
«Nach dem bitteren vierten Platz in der Abfahrt holt Marco Odermatt zwei Medaillen. Dennoch dürfte der 28-Jährige enttäuscht gewesen sein. Für ihn zählt eigentlich nur eines: Der Sieg.
Dass ihm jetzt Franjo die Show stiehlt, wird den vierfachen Gesamtweltcupsieger wurmen. Und aus der Vergangenheit haben wir gelernt, dass ein verärgerter Odermatt eigentlich kaum schlagbar ist.

Der Nidwaldner wird am Samstag einen Titel im Riesenslalom verteidigen. Mit 29 Weltcupsiegen ist es seine Paradedisziplin, das weiss auch die Konkurrenz. Auch wenn der Druck relativ gross sein wird, führt morgen kein Weg an ihm vorbei.
Aber: Auch wenn Odi morgen Olympiasieger wird, steht er noch immer im Schatten von Allmens. Wer drei Goldmedaillen gewinnt, Der ist definitiv der Star des Teams.
Als Schweizer Ski-Fan darf man sich einfach freuen, zwei solche Ausnahmekönner anfeuern zu dürfen. Und egal, wer am Ende der Karriere mit mehr Goldmedaillen dasteht: Odermatt und von Allmen werden beide als grosse Skirennfahrer in die Geschichtsbücher eingehen.»

Christoph Böhlen, Sportchef
«Ist Marco Odermatt der beste Schweizer Ski-Fahrer aller Zeiten? Für mich: Ja! Der 28-Jährige steht vor seinem fünften (!) Gesamtweltcup in Serie. Zudem durchbricht er im Januar die Schallmauer von 100 Weltcup-Podestplätzen.

Nur: An Grossanlässen gelten immer andere Gesetze. Beispiel gefällig? FIS-CEO Urs Lehmann wird 1993 Abfahrts-Weltmeister. Auf ein Weltcup-Podest schafft er es hingegen nie.
Oder nehmen wir Mikaela Shiffrin: Die US-Ski-Queen ist zwar schon Olympia-Siegerin. Doch vor vier Jahren geht sie, notabene als Top-Favoritin, komplett leer aus.
Marco Odermatt und Mikaela Shiffrin dominieren den Weltcup, liefern in einer bestechenden Regelmässigkeit Top-Leistungen ab. Doch an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften entscheidet oft auch die Tagesform.

Dazu kommt das nötige Quentchen Glück, das man braucht. Und das hat Odi für Olympia 2026 offenbar teamintern an ‹Hattrick-Franjo› abgetreten. Gut möglich, dass ihm am Samstag erneut ein anderer vor der Sonne steht. Der Grösste bleibt Marco Odermatt für mich trotzdem.»

















