Olympia 2026: Kostete Startnummer Marco Odermatt Gold?
Nach der Franjo-Show im Super-G an Olympia 2026 wird auch über die Piste diskutiert. Odi startete drei Nummern nach dem Gold-Gewinner. Mitentscheidend?
00:00 / 00:00
Das Wichtigste in Kürze
- Franjo von Allmen holt Gold mit der Startnummer 7.
- Marco Odermatt fährt mit der Startnummer 10 auf die drei.
- Danach schafft es keiner mehr nach vorne. War die Piste unfair?
- In Ski-Österreich erklärt man sich das Verpassen des Podests auch mit den Startnummern.
Gold, Gold, Gold! Franjo von Allmen macht Olympia 2026 zu seinen eigenen Winterspielen. Der Berner Oberländer gewinnt auch den Super-G, er setzt sich vor Ryan Cochran-Siegle und Marco Odermatt durch.
Im «SRF»-Interview spricht der grosse Sieger nach dem Rennen aber auch von Glück. «Die Piste wurde vielleicht ein bisschen langsamer.»
00:00 / 00:00
Kostete die Piste Marco Odermatt die Gold-Medaille?
Marco Odermatt (Video oben) startete drei Nummern später als Von Allmen, seine Fahrt reicht für die Bronze. «Klar war das Ziel die Goldene. Aber Franjo ist einfach im Flow, es funktioniert alles.»
Trotzdem zeigt sich Odi versöhnlich, denn: «Wenn du mit Nummer zehn ins Ziel kommst und du bist Dritter, rechnest du eigentlich nicht mit einer Medaille. Es zeigte sich aber, dass die Piste definitiv nicht schneller geworden ist. Das kann man, glaube ich, sagen.»
00:00 / 00:00
Odi fügt an: «Die Zehn war sicher noch eine tiptope Nummer. Die nach mir hatten dann aber gar keine Chance mehr, kamen nicht einmal mehr auf eine halbe Sekunde heran. Das half sicher.»
Marco Odermatt verliert auf die Bestzeit 28 Hundertstel. Es stellt sich die Frage: Kostete die etwas spätere Startnummer den Nidwaldner die Gold-Medaille?
Ösis stellen Frage nach «unfairen Bedingungen»
Die Piste wurde im Rennverlauf weicher. Das hat man auch in Österreich wahrgenommen. Dort wird gar die Frage gestellt, ob der Super-G an Olympia 2026 unfair war.

Bei der «Krone» lautet der Titel: «Unfaire Bedingungen? Bormio-Piste wirft Fragen auf.» Von den ÖSV-Herren konnte einzig Haaser (Startnummer 8) mithalten, er wurde Fünfter. Babinsky (Startnummer 11), Kriechmayr (15) und Schwarz (16) landen auf den Plätzen 21, sieben und 14.
Beat Feuz: «Schon bei Franjo war die Piste nicht mehr perfekt»
Nach Rennschluss äussert sich auch noch SRF-Experte Beat Feuz zu den Verhältnissen. «Die Piste ist sicher nicht schneller geworden.»

Allerdings: «Sie war auch schon bei Franjo mit der Sieben nicht mehr perfekt. Die vorderen Nummern waren noch besser. Marco hat es auch mit der Zehn noch ‹hingedrückt›. Das zeigt die Klasse, welche die beiden haben.»
















