Olympia 2026: Bruno Kernen kritisiert Sieger-Ehrungen
Bruno Kernen kritisiert die Siegerehrung von Fähndrich und Kälin bei Olympia 2026 als «schon fast respektlos». Gewisse Skiclubs hätten würdigere Prämierungen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Bruno Kernen kritisiert die Olympia-Organisatoren für die Siegerehrungen.
- Die Prämierung von Nadine Fähndrich und Nadja Kälin sei «schon fast respektlos» gewesen.
- Auch andere Experten und Athleten kritisieren die Spiele für die fehlende Stimmung.
Nadine Fähndrich und Nadja Kälin holten beim Team-Sprint bei Olympia 2026 Silber für die Schweiz. Nach dem Rennen wurde ihnen die Medaille überreicht. Zugejubelt wurde ihnen von einigen Hundert Fans, darunter Ski-Legende Bruno Kernen.
Auf Instagram äussert er sich zum Erfolg der Schweizerinnen und kritisiert die Organisatoren. Er gratuliert Kälin und Fähndrich: «Was diese Athleten leisten, ist schon fast ausserirdisch, Hut ab!»
Die Athleten würden sich Jahrzehnte darauf vorbereiten. «Dann gewinnst du eine Medaille – alles gut? Fast.»
Es gebe Skiclubs, die eine würdevollere Siegerehrung organisierten. «Was ich heute gesehen habe, hat mich geschockt. Das ist schlicht nicht olympiawürdig und meiner Meinung nach schon fast respektlos den Sportlern gegenüber.»
Kernen sagt, man solle sich die Ehrungen in Kitzbühel oder Wengen als Vorbild nehmen. «Trotzdem: Danke für den tollen Sport.»
Er ist nicht der Erste, der die olympischen Siegerehrungen kritisiert: Auch SRF-Kommentator Stefan Hofmänner sprach nach dem Super-G von einem «kümmerlichen Bild». Die Ehrung beim Fis-Rennen in Sörenberg sehe besser aus. «Das geht überhaupt nicht.»
Auch sonst gibt es Kritik an Olympia 2026: Camille Rast sagte nach ihrer Silbermedaille im Slalom, dass sie den Olympischen Spirit etwas vermisse. Es fühle sich nicht an wie Olympische Spiele.
Gegenüber der «Süddeutschen Zeitung» sagt ARD-Experte Felix Neureuther, dass «nicht die Olympia-Stimmung aufgekommen ist, die sich viele erhofft hatten». Er hätte sich für die Athleten eine «würdigere Stimmung» gewünscht.
Er erklärt auch, wie das in Zukunft besser gemacht werden könnte: mit der Vergabe der Spiele an Orte, wo die Events zentral durchgeführt werden können. Er geht davon aus, dass die weiten Wege und die verteilten Sportstätten Schuld an der fehlenden Stimmung sind.



















