Marcel Hirscher hofft weiter auf Weltcup-Comeback: «Warum nicht?»
Die Rückkehr von Marcel Hirscher nahm 2024 ein abruptes Ende. Der 37-Jährige gibt aber nicht auf: «Es bleibt meine Leidenschaft; Der Platz, wo ich hingehöre.»

Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Jahre nach seinem «Rücktritt» kehrte Marcel Hirscher 2024 kurzzeitig zurück.
- Ein Kreuzbandriss bremste ihn aus. Heute sagt er: «Ich war noch nicht bereit.»
- Der 37-Jährige hofft auf ein neuerliches Comeback: «Das ist mein absoluter Wunsch.»
Lange dominierte Marcel Hirscher den Ski-Weltcup beinahe nach belieben: Nach seinem achten Gesamtweltcup-Sieg in Serie trat er 2019 zurück. Fünf Jahre später folgte ein Comeback, das durch eine Verletzung nur von kurzer Dauer war.

Noch immer ist die neuerliche Rückkehr für den 37-Jährigen aber das Ziel. Gegenüber SRF bestätigt er: «Das ist absolut mein Wunsch – warum auch nicht? Es bleibt meine Leidenschaft und der Platz, wo ich hingehöre.»
Marcel Hirscher: «Verlauf war nicht wie erwartet»
In der Saison 2025/26 verzichtete Hirscher auf Weltcup-Rennen, weil er eigenen Aussagen zufolge noch nicht auf dem nötigen Niveau war. «Der gesundheitliche Verlauf war nicht so, wie wir es erwartet hatten.»

Er habe zum ersten Mal eine schwere Verletzung gehabt. «Hut ab an alle, die von solchen Verletzungen zurückgekehrt sind.» Erst jetzt verstehe er, was es heisst, nach langer Ausfallzeit zurückzukommen.
Hirscher: «War eigentlich noch nicht bereit»
Im Rückblick hadert er damit, sich bei seinem Comeback 2024 nicht genug Zeit gelassen zu haben. «Mit der neu initiierten Wildcard ist ein Wettlauf gegen die Zeit entstanden, der mich überrollt hat.» Er habe eigentlich über FIS-Rennen und den Europacup zurückkehren wollen.

«Ich war eigentlich noch gar nicht bereit dafür. Im Nachhinein das Buch rückwärts zu lesen ist einfach: Viele Dinge würde ich anders machen.» Deshalb lässt sich Marcel Hirscher auf seinem Weg zurück diesmal mehr Zeit.
Zweifel bleiben
Für ihn gehe es darum, wieder fit zu werden, um möglichst wieder Rennen zu fahren. Bezüglich eines Weltcup-Einsatzes äussert er gegenüber SRF Zweifel: «Ob es für die oberste Liga reicht, traue ich mich nicht mehr zu beantworten.»
Der ehemalige Dominator Österreichs – der beim Comeback für die Niederlande, das Heimatland seiner Mutter, fährt – bremst die Erwartungen. Noch bleibt über ein halbes Jahr bis zum Saisonstart: Am 24./25. Oktober finden in Sölden die ersten Weltcup-Rennen statt.
















