Olympia 2026 – Franjo und Tanguy über Gold-Plan: «All or Nef-ing»
Franjo von Allmen holt an Olympia 2026 zweimal Gold – Schweizer Ski-Rekord. Der verweist auf Teamkollege Tanguy Nef: «Hut ab, für diese unglaubliche Leistung».
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweiz jubelt in der Team-Kombination über einen Doppelsieg.
- Tanguy Nef sagt nach seinem Gold-Lauf: «Ich habe mein ganzes Leben dafür gearbeitet.»
- Teamkollege Franjo von Allmen sagt zur Zuschauer-Rolle: «Ich hatte selten so weiche Knie.»
Kurz nach dem Erfolg von Mathilde Gremaud im Slopestyle jubelt die Schweiz an Olympia 2026 bereits über die nächste Goldmedaille. In der Team-Kombination fahren Franjo von Allmen und Tanguy Nef zum überlegenen Sieg.
«Verrückt», sagt Nef, der mit einem herausragenden Slalom-Lauf für den Erfolg sorgte, gegenüber SRF. «Das habe ich nicht erwartet.» Er sei von ihrem Team überzeugt gewesen, wusste aber auch, wie viel passieren kann.
Von Allmen: «Hatte selten so weiche Knie»
«Es war mein erstes Olympiarennen, da waren so viele Emotionen», erzählt Nef. Er habe sich dann aber gesagt, dass er einfach sein bestes rushauen wolle: «Ich hatte mit Franjo den Plan ausgemacht: All or Nef-ing. Und es hat alles funktioniert.»
Kurzerhand haben die beiden also den englischen Spruch «alles oder nichts» für sich selbst umgeschrieben. «All or Nef-ing war unsere Devise», stellt auch Franjo von Allmen klar.

Von Allmen, der zwei Tage nach dem Abfahrts-Sieg schon wieder Gold gewinnt, gibt zu: «Ich hatte noch selten so weiche Knie, wie beim zuschauen heute. Er musste auch noch eine halbe Sekunde von mir aufholen. Hut ab, für diese unglaubliche Leistung.»
Seine eigene Fahrt sei nicht perfekt gewesen und er habe die Beine etwas gespürt. Deswegen gibt er die Lorbeeren an Teamkollege Nef: «Er hat heute das Entscheidende zum Sieg beigetragen.»
Nef: «Ganzes Leben für diesen Moment gearbeitet»
Als erster Skifahrer überhaupt gewinnt von Allmen Doppel-Olympiagold für die Schweiz. «Ist das so?», fragt er darauf angesprochen mit einem zufriedenen Grinsen. Dann legt er nach: «Wartet ab, Tanguy hat auch noch ein Rennen!»

Der Slalom-Star hat nun – noch vor seinem ersten Weltcup-Podest – Olympia-Gold gewonnen. Er schwärmt: «Ich habe mein ganzes Leben für diesen Moment gearbeitet. Ich fühle mich wirklich sehr gut.
Odi jubelt mit Meillard: «Kämpfen sonst als Rivalen»
Gut ist die Stimmung auch bei Marco Odermatt und Loïc Meillard. Das Schweizer Team 1 holt hinter den Teamkollegen die Silbermedaille. Odermatt freut sich: «Nach dem vierten Platz in der Abfahrt war das Glück diesmal auf unserer Seite.»

Er habe sich sehr auf den Slalom-Lauf gefreut, sei aber auch nervös gewesen. «Sonst kämpfen wir im Riesen als Rivalen gegeneinander. Jetzt das gemeinsam zu erleben, ist sehr schön.»
Das findet auch Meillard, der im Team-Wettbewerb aber «mehr Druck und Stress» empfindet. Der 29-Jährige erklärt: «Du willst auch für den anderen liefern, Das macht es schwieriger.»

Zwei Medaillen nimmt die Schweiz auf der Team-Kombination mit. Vor den Festlichkeiten bremst Doppel-Olympiasieger Franjo von Allmen aber: «Heute muss ich mich etwas zurücknehmen. Ich sollte für den Super-G noch irgendwie ein bisschen Saft haben.»
Bereits am Mittwoch um 11.30 Uhr geht es für die Speed-Fahrer an Olympia 2026 mit dem Super-G weiter. Die Slalom-Fahrer stehen heute in einer Woche im Olympia-Slalom im Einsatz.












