Lauberhorn: Schweizer geschlagen! Franzoni führt im Wengen-Super-G
Die Schweizer greifen auf dem Lauberhorn im Super-G nach dem Heimsieg. Gefährlich werden könnte vor allem ein Italiener, Nau.ch tickert das Rennen live.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Freitag (12.30 Uhr) steigt auf dem Lauberhorn in Wengen der Super-G.
- Die Schweizer um Marco Odermatt sind in der Favoritenrolle.
- Mit dem Nau.ch-Liveticker verpasst du nichts.
Am Freitag gilt es auf dem Lauberhorn erstmals in diesem Winter Ernst – ab 12.30 Uhr steigt der Super-G in Wengen. Wenig überraschend ist das bärenstarke Schweizer Speed-Team rund um Marco Odermatt in der Favoritenrolle.
Aber anders als im Vorjahr sind die heimischen Speed-Experten in diesem Winter nicht unantastbar. Erst ein Super-G-Sieg steht durch Odermatt bislang zu Buche. Gibt es auf heimischem Schnee (und Eis) in Wengen den zweiten Erfolg?
Die Top-3
1. Giovanni Franzoni (I) 1:45,19
2. Stefan Babinsky (Ö) +0,35
3. Franjo von Allmen (CH) +0,37
Live-Ticker
30 – Christof Innerhofer: Der erfahrenste Super-G-Pilot der Weltcup-Geschichte zeigt seine Klasse: Er verdrängt Loïc Meillard von Rang 18.
29 – Justin Murisier: Bei diesen Sichtverhältnissen ist auch für Murisier nichts zu holen. Im Ziel ist es Rang 22, eine Hundertstel hinter dem Deutschen Jocher.
28 – Matthieu Bailet: Der Franzose muss sich mit Zwischenrang 22 begnügen, ihm fehlen 3,79 Sekunden.
27 – Brodie Seger: Beinahe ein übler Sturz für den Kanadier im Canadian Corner. In der Kompression wird er ausgehoben und dreht auf dem Rücken eine Pirouette. Vor dem Netz bringt er aber die Ski in den Schnee und kann sich abfangen. Nichts passiert, bis auf das DNF.
26 – River Radamus: Der US-Allrounder macht es etwas besser als seine beiden Vordermänner. Im Ziel ist es Zwischenrang 20 mit 2,78 Sekunden Rückstand.
25 – Jeffrey Read: Auch der Kanadier ist völlig chancenlos. Ihm fehlen 3,85 Sekunden, das ist der vorletzte Rang.
24 – Jared Goldberg: Der US-Amerikaner hat auch mit dem Wetter etwas Pech, eine Wolkendecke verschlechtert die Bodensicht. Für Goldberg ist es nur Rang 21 mit 4,12 Sekunden Rückstand.
23 – Simon Jocher: Der Deutsche tut sich schwer und muss sich im Ziel mit 2,84 Sekunden Rückstand auf dem letzten Platz einreihen.
22 – Kyle Negomir: Mit knapp über zwei Sekunden Rückstand schiebt sich der US-Amerikaner auf Rang 15, unmittelbar vor Monney.
21 – Loïc Meillard: Der Auftritt auf dem Lauberhorn war nichts für den Edeltechniker. 2,61 Sekunden fehlen im Ziel, damnit ist er Vorletzter im kanadischen Sandwich.
20 – Daniel Hemetsberger: Um drei Hundertstel verpasst der Österreicher die Top-Ten. Immerhin ist er aber der zweitbeste Fahrer aus dem ÖSV-Team.
19 – James Crawford: Das war nichts für James Crawford: Der Super-G-Weltmeister von 2023 fährt mit 2,46 Sekunden Rückstand auf den vorletzten Rang. Nur sein kanadischer Landsmann Cameron Alexander war noch langsamer.
18 – Miha Hrobat: Der Slowene ist der dritte Ausfall des Tages. Ein Verschneider in Langentrejen wirft ihn aus dem Rennen.
17 – Ryan Cochran-Siegle: Die US-Speed-Speerspitze liefert einen richtig soliden Auftritt ab. Im Ziel fehlen acht Zehntel, er übernimmt damit Rang sechs.
16 – Jan Zabystran: Bis kurz vor dem Ziel liegt der Tscheche auf Kurs zu einem Top-Ten-Resultat. Im Schlussstück verliert er noch einiges an Zeit, im Ziel ist es Zwischenrang 12.
15 – Raphael Haaser: Der Österreicher holt nach einem missglückten Start noch Zeit auf. Im Ziel ist es der fünfte Rang für den Riesen-Weltmeister.
14 – Dominik Paris: Schreckmoment für Dominik Paris! Nach dem Hundschopf trägt es ihn nach unten, auf dem Innenski rutscht er in Richtung Netz. Der Routinier rettet sich zwar, scheidet aber aus.
13 – Nils Allegre: Der Franzose kann nicht um die vorderen Ränge mitfahren. Für ihn ist es Platz acht.
12 – Marco Odermatt: Auch der Ski-Dominator ist heute machtlos! Ein Rutscher im Kernen-S wird ihm beinahe zum Verhängnis. Anschliessend hält er sich zwar gut, aber die halbe Sekunde fehlt im Ziel. Nur Rang vier!
11 – Alexis Monney: Das ist nicht sein Tag – schon bei der zweiten Zwischenzeit fehlt ihm eine Sekunde. Im Ziel ist es mit 2,30 Sekunden Rückstand nur Zwischenrang neun.
10 – Lukas Feurstein: Ein österreichisches Intermezzo vor den nächsten beiden Schweizern. Feurstein ist aber schon bei der ersten Zwischenzeit fast eine halbe Sekunde zurück. Er reiht sich nur auf Rang acht ein, direkt hinter Kriechmayr.
9 – Stefan Rogentin: Es geht gleich mit dem nächsten Schweizer weiter, und auch Rogentin ist oben pfeilschnell. Danach geht es für ihn aber rückwärts. Im Ziel ist es der vierte Rang mit 0,91 Sekunden Rückstand.
8 – Franjo von Allmen: Der erste Schweizer am heutigen Tag wirft sich gleich bärenstark aus dem Starthaus. Aber auch er ist im Canadian Corner beinahe aus dem Rennen. Was folgt, ist eine gigantische Aufholjagd. Doch im Ziel-S verliert auch er vier Zehntel, das ist Zwischenrang drei.
7 – Vincent Kriechmayr: Aus dem Starthaus kommt der Österreicher mit Bestzeit, aber im Canadian Corner patzt er. Das kostet ihn fast eine Sekunde, im Ziel ist es aktuell der fünfte Zwischenrang.
6 – Guglielmo Bosca: Schreckmoment für den Italiener, der nach einem Verschneider im Canadian Corner einfädelt. Er kann den Sturz zwar verhindern, das Rennen ist aber vorbei für ihn.
5 – Adrian Smiseth Sejersted: Der Norweger liegt bis zur dritten Zwischenzeit fast gleichauf mit Franzoni. Aber im Schlussteil fällt seine Fahrt auseinander, im Ziel fehlen 1,07 Sekunden.
4 – Stefan Babinsky: Der Österreicher ist der erste, der mit Franzoni mithalten kann. Bei der letzten Zwischenzeit liegt er in Schlagdistanz, im Ziel fehlen ihm dann drei Zehntel. Das Ziel-S scheint Franzoni hervorragend erwischt zu haben.
3 – Cameron Alexander: Der Kanadier ist chancenlos gegen Franzoni. Im Ziel fehlen ihm satte 2,65 Sekunden auf Franzoni.
2 – Mattia Casse: Italienisches Duell zum Auftakt hier. Und es wird gleich deutlich – Franzoni hat hier schon vorgelegt. Casse verliert eine gute Sekunde auf seinen Landsmann.
1 – Giovanni Franzoni: Der italienische Überraschungsmann eröffnet den Super-G. Mit 1:45,19 liefert er hier den ersten Richtwert. Was ergibt das in der Endabrechnung?
Der Super-G auf dem Lauberhorn startet um 12.30 Uhr.
Die Startnummern der Schweizer
29 – Justin Murisier
32 – Marco Kohler
41 – Alessio Miggiano
Schweizer Heimsieg auf dem Lauberhorn?
Die Schweizer sind beim Super-G in Wengen unter den Top-Favoriten auf den Sieg. Allen voran Marco Odermatt darf sich beste Chancen auf den nächsten Wengen-Triumph ausrechnen.

Der dreifache Sieger der Lauberhorn-Abfahrt hat den Super-G bisher aber «erst» einmal für sich entscheiden können. Und in dieser Disziplin stand er in der laufenden Saison ebenfalls nur einmal ganz oben.
Beste Chancen haben auch Alexis Monney und Franjo von Allmen. Beim letzten Super-G in Livigno landete das Duo vor Odermatt auf dem Podest, geschlagen nur von Marco Schwarz. Der österreichische Allrounder muss die Lauberhorn-Rennen aber erkrankt auslassen.

Und dann ist da noch Überraschungsmann Giovanni Franzoni: Der Italiener brannte in den Abfahrtstrainings zwei Fabelzeiten in den Wengener Schnee. Auf seinen ersten Weltcup-Sieg wartet Franzoni noch, in Gröden stand er im Super-G aber erstmals auf dem Podest.












