Kommt es nach der FIS-Wahl zur Ski-Revolution?
Nach dem Rücktritt von FIS-CEO Urs Lehmann blickt die Wintersport-Welt gespannt auf die kommenden Wahlen. Was passiert, wenn Johan Eliasch bestätigt wird?

Das Wichtigste in Kürze
- Ex-Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann tritt nach nur einem Jahr als FIS-CEO zurück.
- Grund ist ein Zoff mit FIS-Präsident Johann Eliasch.
- Wird dieser im Amt bestätigt, droht ein noch grösserer Krach.
Nach nur einem Jahr wirft Urs Lehmann den Bettel hin: Er verlässt den eigens für ihn kreierten Job als FIS-CEO per sofort. Die Differenzen mit FIS-Präsident Johann Eliasch sind zu gross.

Ein grosses Problem: Die Finanzen des Weltverbandes! Schon Swiss-Ski-CEO Diego Züger erklärt zuletzt: «Wenn wir so weitermachen, fahren wir gegen eine Wand!» Das Vermögen der FIS sei erheblich geschrumpft. Lehmann hat laut «Blick» verlauten lassen: Fahre man so weiter, sei der Weltverband in zwei Jahren pleite.
Schafft Eliasch die Wiederwahl dank der kleinen Verbände?
Johann Eliasch ärgert sich gemäss dem «Blick» heftig über diese Vorwürfe. Das Verhältnis mit Lehmann verschlechtert sich drastisch – der CEO wirft hin. Und das kurz vor den Wahlen in Serbien: Dort bangt Eliasch um seine Wiederwahl als Präsident.
Wie der «Blick» weiter schreibt, werden sich die grossen Ski-Nationen in Belgrad gegen Eliasch stellen: Neben der Schweiz wollen unter anderem auch die Deutschen, Österreich, Italien oder die USA den Präsidenten los werden.

Ist der Weg also frei für die Gegenkandidaten? Die Britin Victoria Gosling und der Liechtensteiner Alexander Ospelt stellen sich gegen Eliasch. Doch der schwedisch-britische Milliardär hat ein Ass im Ärmel.
Bleibt der FIS-Präsident, droht der Mega-Zoff
Die kleinen Skiverbände stehen zu grossen Teilen hinter dem amtierenden Präsidenten. Und das könnte reichen, denn: Eliasch braucht «nur» über 50 Prozent der Stimmen. Zwar haben Mini-Verbände nur eine Stimme (die Schweiz hat drei) – doch in der Summe könnte er damit genügend Stimmen erhalten.
Was passiert dann? Der «Blick» zeichnet ein düsteres Bild: Möglich, dass sich die grossen Verbände von der FIS lösen und die Klassiker wie Wengen oder Adelboden in einem eigenen Verband organisieren. Das käme einem Erdbeben gleich.

Wird Eliasch abgewählt, steuert die FIS wohl wieder auf ruhigere Gewässer zu. Und es ist gut denkbar, dass Urs Lehmann auf seinen CEO-Posten zurückkehrt. Gewählt wird am 11. Juni – die Spannung steigt.












