Swiss Ski: Präsi Lehmann geht von Rücktrittswelle nach WM 2027 aus

    Christoph Böhlen
    Christoph Böhlen

    Bern,

    Auch nach dieser Weltcup-Saison der Alpinen kommt man bei Swiss Ski kaum aus dem Feiern heraus. Präsident Urs Lehmann warnt aber vor baldigen Rücktritten.

    Swiss Ski
    Urs Lehmann, Präsident von Swiss Ski. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Heim-WM 2027 könnte für einige Swiss-Ski-Cracks das Karriereende einläuten.
    • Präsident Urs Lehmann rechnet mit einer «Rücktrittswelle» bei den Frauen.

    Die Schweizer Ski-Cracks haben eine Traum-Saison hinter sich: Die Nationenwertung gewinnt die Schweiz deutlich. Marco Odermatt holt sich vier Kugeln, dazu kommen die vielen WM-Medaillen.

    Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann sagt im «Blick»: «Bei den Männern läuft es in allen Bereichen hervorragend bis brillant. Wir haben extrem Freude.»

    Lara Gut-Behrami
    Lara Gut-Behrami holt die kleine Kugel im Super-G. - keystone

    Auch bei den Frauen überzeugen zum Beispiel Lara Gut-Behrami (Super-G-Kugel, Zweite im Gesamtweltcup) oder Slalom-Weltmeisterin Camille Rast. Auch Wendy Holdener glänzt mit drei WM-Medaillen.

    Es zeigt sich aber: Bei den Frauen ist die Schweiz von Athletinnen abhängig, die bereits über 30 Jahre alt sind. Das bestätigt auch Lehmann im «Blick»-Interview: «Das beschäftigt uns, ja. Aber Kummer macht mir das nicht, wir haben das schon lange auf dem Schirm.»

    Camille Rast
    Camille Rast und Wendy Holdener glänzen an der Ski-WM in Saalbach. - keystone

    2027 steigt in Crans-Montana eine Heim-WM. «Sie ist für Holdener, Suter oder Gisin eine grosse Motivation, dabeizubleiben.» Aber: «Wir gehen davon aus, dass wir nach der WM eine Rücktrittswelle erleben werden», so Lehmann.

    Bereits klar ist, dass Lara Gut-Behrami bis 2027 nicht mehr am Start stehen wird. Sie hat bereits angekündigt, dass Saalbach ihre letzte WM war.

    Dominiert das Swiss-Ski-Team auch die kommende Weltcup-Saison?

    Urs Lehmann: «Wir haben noch zwei Jahre – die Zeit drängt»

    Auf die diversen drohenden Rücktritte, vor allem bei den Frauen, müsse man sich vorbereiten, so Lehmann. «Wir bauen unsere Kader um. Im Europacup werden wir schon nächste Saison ein sehr breites Kader haben. Dann müssen die Athletinnen dort ihre nächsten Schritte machen.»

    Malorie Blanc
    Malorie Blanc setzt in der abgelaufenen Saison eine erste Duftmarke. - keystone

    Er nennt Malorie Blanc (21), die in der abgelaufenen Saison mit einem zweiten Platz in St. Anton glänzt. Und Delia Durrer (22), die allerdings im Weltcup noch auf ihr erstes Top-Ten-Resultat wartet. «Wir haben noch Jahre, bis zu diesem Umbruch – die Zeit drängt», so Lehmann.

    Swiss-Ski
    Unter anderem auf Delia Durrer (links) und Stefanie Grob hofft Swiss-Ski in Zukunft. - keystone

    Ein weiterer Trumpf für die Zukunft könnte Stefanie Grob sein. Die 21-Jährige hat bereits Weltcup-Luft geschnuppert. Zudem wird sie im vergangenen März Junioren-Weltmeisterin in der Abfahrt, holt Silber im Riesen und wird Fünfte im Super-G.

    Kommentare

    User #7894 (nicht angemeldet)

    Der Herr Lehmann ist schon lange überflüssig 😁😁

    User #4052 (nicht angemeldet)

    Wenn das so ist, sollte Lehmann den Anfang machen!

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