FIS

Umstrittener FIS-Präsident Johan Eliasch abgewählt, Ospelt übernimmt

Christoph Böhlen
Christoph Böhlen

Thun,

Machtwechsel bei der FIS: Der umstrittene Präsident Johan Eliasch wird abgewählt, für ihn übernimmt der Liechtensteiner Alexander Ospelt.

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Johan Eliasch ist als Präsident der FIS abgewählt. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die FIS hat in Serbien ihren neuen Präsidenten gewählt.
  • Alexander Ospelt folgt auf den zuletzt hart kritisierten Johan Eliasch.

Die grossen Wintersport-Nationen hatten sich im Vorfeld des FIS-Kongresses in Serbien deutlich gegen Präsident Johan Eliasch gestellt.

Der Milliardär habe den Weltverband in finanzielle Schwierigkeiten gebracht, so einer der Kritikpunkte. Auch Marco Odermatt oder Mikaela Shiffrin äusserten sich kritisch in Richtung Eliasch.

Urs Lehmann
Urs Lehmann (rechts) mit FIS-Präsident Johan Eliasch. - keystone

Kurz vor der Wahl kommt es bei der FIS dann auch zum personellen Knall: CEO Urs Lehmann legt sein Amt sofort nieder – nach nur einem Jahr. Die Differenzen zwischen dem Ex-Swiss-Ski-Präsidenten und Eliasch sind zu gross.

Jetzt kommt es tatsächlich zum Machtwechsel beim Internationalen Skiverband.

Alexander Ospelt: «Werde Präsident für euch alle sein»

Der Liechtensteiner Alexander Ospelt (58) setzt sich in der Wahl durch – und das hauchdünn: Mit 65:64 Stimmen wird der Anwalt zum neuen FIS-Präsidenten gewählt. Eliasch muss seinen Posten nach fünf Jahren räumen.

Begrüsst du die Abwahl von FIS-Präsident Johan Eliasch?

Ospelt, ein Rechtsanwalt mit Doktortitel, soll die FIS jetzt wieder einen. Die finanzielle Schieflage hatte dazu geführt, dass sich auch kleine Verbäne gegen Eliasch gestellt hatten. Zuvor hatte der britisch-schwedische Milliardär auf deren Unterstützung zählen können.

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Alexander Ospelt ist neuer Präsident der FIS. - keystone

«Danke für das grosse Vertrauen. Ich werde ein Präsident für euch alle sein – lasst uns unsere Arbeit tun. Lasst uns diese Reise gemeinsam angehen», sagt Ospelt nach dem Wahlsieg.

Eliasch: «IOC wollte die Wahl beeinflussen»

Johan Eliasch zeigt sich auf dem Podium als fairer Verlierer: «Es war mir ein grosses Privileg, euch zu dienen. Wie schon vor der Wahl gesagt: Für mich ist es eine ‹Win-Win-Situation›. Ich kriege entweder mein Leben zurück oder gewinne die Wahl.»

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Johan Eliasch wird als FIS-Boss abgewählt. - keystone

Dennoch kann er sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: «Wir sind eine unabhängige Organisation. Ich habe gehört, dass andere Organisationen, wie das IOC, versucht haben, die Wahl zu beeinflussen. Dagegen müssen wir uns wehren und unabghängig bleiben.»

Stellt sich die Frage: Kehrt Urs Lehmann nach der Abwahl von Eliasch in seine Rolle als FIS-CEO zurück?

Kommentare

User #6291 (nicht angemeldet)

Gut das Eliasch weg ist.

User #2036 (nicht angemeldet)

Schmitz ist aber noch beim SRF?

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