Novak Djokovic übergab sich – Trainer-Legende fordert neue Regeln
Novak Djokovic (39) scheitert in Cincinnati früh. Sein Medical Timeout gegen Thiago Augustin Tirante befeuert die Diskussionen um aktuelle Regeln.

Das Wichtigste in Kürze
- Geht es nach Trainer-Ikone Brad Gilbert, müssen die Regeln im Tennis überarbeitet werden.
- Er fordert: Zurück zu einer dreiminütigen Auszeit – und diese bei eigenem Aufschlag.
Für Novak Djokovic ist in Cincinnati früh Feierabend: Der Tennis-Star verliert in der zweiten Runde gegen den Argentinier Thiago Augustín Tirante (ATP 50) 6:2, 4:6, 4:6.
Die Niederlage ist ein Rückschlag in der Vorbereitung auf die US Open. Doch der 39-Jährige hat vor allem mit der Hitze zu kämpfen: Im zweiten Satz muss er sich bei einem Medical Timeout sogar übergeben.
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Nach dem Aus sagt der Serbe: «Es ist einfach ein gesundheitliches Problem, das mich schon seit ein paar Jahren plagt.» Dieses trete vor allem dann auf, wenn es heiss und feucht sei, so Djokovic.
Nach dem Spiel geben nebst dem frühen Aus des «Djokers» vor allem die aktuellen Regeln zu reden. Konkret geht es um Auszeiten, die verletzungsbedingt sind oder Toilettenpausen betreffen. Es werden Rufe nach strengeren Regeln laut.
Trainer-Legende: «Ich wünschte, ich könnte diese Regel ändern»
So nimmt der 24-fache Grand-Slam-Sieger im zweiten Satz nach einem langen Game ein Medical Timeout. Bei diesem übergibt er sich, verliert im Anschluss die folgenden beiden Sätze.

«Ich wünschte, ich könnte diese Regeln ändern», schreibt Brad Gilbert auf X. Der ehemalige Trainer von Andy Murray, Andre Agassi oder Coco Gauff ärgert sich – und liefert auch gleich Vorschläge: «Das Erste, was ich abschaffen würde: Keine Untersuchungszeit, insbesondere bei einer bereits bestehenden Verletzung.»

Für die 65-jährige Trainer-Ikone ist klar: Er will «zurück zu einer dreiminütigen medizinischen Auszeit, mehr nicht. Und diese muss bei eigenem Aufschlag stattfinden, sonst verliert man die Punkte. Toilettenpausen sollten drei Minuten dauern.»
Das Medical Timeout Djokovics ist nicht der einzige Grund für die aufkommende Diskussion. In Cincinnati wechselt Rafael Jodar während einer Pause seine Schuhbändel.

In Wimbledon lässt sich Alejandro Davidovich Fokina während des Aufschlagsspiels von Gegner Félix Auger-Aliassime behandeln. Der Kanadier erklärt daraufhin, die aktuelle Regel sei «skandalös». Auger-Aliassime weiter: «Wenn der Physiotherapeut dir hilft, wieder fit zu werden, spielst du dein Aufschlagspiel. Wenn du schwer verletzt bist, gibst du natürlich auf.»
















