Novak Djokovic möchte bei den Australian Open seinen Titel verteidigen. Allerdings könnte schon die Einreise für den Serben zum Problem werden.
Novak Djokovic
Novak Djokovic will an den Australian Open 2022 seinen Titel verteidigen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Novak Djokovic fliegt mit Sonderbewilligung nach Melbourne.
  • Dort greift der Serbe nach seinem zehnten Titel bei den Australien Open.
  • Laut Turnierdirektor Crait Tiley kriegt der 34-Jährige keine Ausnahmen.

Craig Tiley, der Turnierdirektor des Australian Open, versichert, dass Novak Djokovic keine Sonderbehandlung erhalten hat. Er fordert den Weltranglistenersten auf, die Gründe für seine medizinische Ausnahmebewilligung bekannt zu geben.

Die Ausnahmebewilligung, die der wohl nicht geimpfte Djokovic für die Einreise nach Australien erhalten hat, sorgte bei einigen Spielern und einem grossen Teil der heimischen Medien für negative Reaktionen. Es werde mit unterschiedlichen Ellen gemessen, so der Vorwurf. Für die Einreise nach Australien ist eigentlich eine Impfung vorgeschrieben.

Djokovic
Novak Djokovic kann bei den Australian Open den Grand-Slam-Rekord knacken.
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Der Serbe ist Titelverteidiger und hat das Turnier bereits neun Mal gewonnen.
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Wegen der geltenden Impfpflicht war seine Teilnahme unklar.
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Jetzt ist es fix: Mit einer Sonderbewilligung kann der 34-Jährige antreten.
Craig Tiley
Turnier-Direktor Craig Tiley bestätigt die Teilnahme der Weltnummer eins.

Gegen den Vorwurf, Djokovic habe eine Vorzugsbehandlung erhalten, wehrte sich Tiley: «Jeder, der die Konditionen erfüllt hat, erhielt eine Einreisebewilligung von den Behörden. Dabei wurde niemand bevorzugt.»

«Es wäre aber sicherlich nützlich, wenn Novak erklären würde, mit welcher Begründung er die medizinische Ausnahmebewilligung beantragt und erhalten hat», meinte Tiley. «Ich würde mir wünschen, dass er zur Gemeinschaft redet. Wir hatten eine sehr schwierige Periode in den letzten zwei Jahren, und ich würde es schätzen, Antworten zu erhalten.»

Djokovic kriegt eine Ausnahmegenehmigung – finden Sie das in Ordnung?

Gemäss Tiley, der auch Präsident des australischen Tennisverbandes ist, haben 26 Teilnehmer oder Staffmitglieder der 3000, die die Reise nach Australien gemacht haben, eine Ausnahmebewilligung beantragt. Nur einige wenig erhielten sie auch.

Dass die Ausnahmebewilligung für Novak Djokovic hohe Wellen wirft, zeigte sich auch bei der Stellungnahme zum Thema von Australiens Premierminister Scott Morrison. Dieser forderte vom Spieler den Beweis, dass die Ausnahmebewilligung gerechtfertigt ist. Ansonsten werde er ausgewiesen «mit dem ersten Flieger». «Es wird keine Spezialbehandlung für Novak Djokovic geben, nicht die kleinste», sagte Morrison.

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