French Open

    Naomi Osaka will bei French Open keine Interviews geben

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    DPA, Luca Giustarini

    Frankreich,

    Tennis-Ass Naomi Osaka (23) will nicht mit der Presse sprechen bei den French Open, trotz drohenden Strafgeldern.

    Tennis-Star Naomi Osaka will bei den French Open auf Interviews verzichten. Foto: Paul White/AP/dpa
    Tennis-Star Naomi Osaka will bei den French Open auf Interviews verzichten. Foto: Paul White/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Naomi Osaka ist aktuell eine der besten Tennis-Spielerinnen.
    • Bei den French Open verzichtet die Japanerin auf Interviews.
    • Dies weil Osaka ein Zeichen gegen die harsche Medienlandschaft setzen möchte.

    Tennis-Star Naomi Osaka will am Roland Garros in Paris nicht an Pressekonferenzen teilnehmen.

    «Ich hatte schon oft das Gefühl, dass die Menschen keine Rücksicht auf die psychische Gesundheit von Sportlern nehmen. Und dies trifft besonders zu, wenn ich eine Pressekonferenz sehe oder an einer teilnehme», teilt die 23-Jährige auf Instagram mit.

    Naomi Osaka
    Mit diesem Post wendet sich Naomi Osaka an ihre Fans. Sie will am Roland Garros nicht mit den Medien sprechen. - Instagram/@naomiosaka

    Man werde entweder mit Fragen konfrontiert, die bereits oft gestellt wurden. Oder mit «Fragen, die Zweifel in unsere Köpfe bringen», sagt die Weltranglisten-Zweite aus Japan.

    Gleichzeitig sei es nicht erlaubt, Pressekonferenzen fernzubleiben, weil man dann Strafgelder zahlen müsse. Zu dem Statement teilt Osaka zwei Video-Clips von Pressekonferenzen der Tennisspielerin Venus Williams und des Footballspielers Marshawn Lynch. Beiden wurden in der Vergangenheit bereits Strafgelder wegen ausgelassener Interviews auferlegt.

    Zeichen gegen Strafgelder

    Lynch antwortet deshalb auf Fragen häufig mit dem Satz «Ich bin nur hier, damit ich keine Strafe zahlen muss». Was auch in dem Videoausschnitt zu sehen ist. Gegen solche Strafgelder wolle sie ein Zeichen setzen, teilt Osaka mit. Ihre Entscheidung sei «nichts Persönliches» gegen das Turnier oder die Journalisten, erklärt sie.

    Naomi Osaka
    Naomi Osaka in Aktion. - dpa

    Sie habe schon viele Clips von Athleten gesehen, die nach einer Niederlage im Presseraum zusammengebrochen seien, sagt Osaka. «Und ich weiss, dass ihr so etwas auch gesehen habt. Ich glaube, in dieser Situation geht es nur darum, eine Person zu treten, die bereits am Boden liegt. Und ich verstehe die Gründe dafür nicht.»

    Können Sie Naomi Osaka nachvollziehen?

    Die in den USA lebende Tochter einer Japanerin und eines Haitianers hat bereits vier Grand-Slam-Titel gewonnen. Zuletzt siegte sie im Februar bei den Australian Open.

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