Viktoria Asarenka würde eine Impfpflicht für Tennis-Spieler begrüssen. Das Drama um Djokovic sei nur entstanden, weil es einen Graubereich gab.
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Nach einem zehntägigen Drama wurde Djokovic aus Australien ausgewiesen. Viktoria Asarenka will deshalb eine Impfpflicht für Tennis-Spieler. - Keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Viktoria Asarenka fordert eine Impfpflicht für Tennis-Spieler.
  • Der Fall Djokovic sei ein bisschen zu einem Zirkus geworden.
  • Mit klaren Regeln könnte so etwas verhindert werden.

Auch Tage nach seiner Abschiebung sind Novak Djokovic und die Corona-Impfung eines der Hauptgesprächsthemen an den Australian Open. Während einige Spieler den Serben in Schutz nehmen, fordern andere strenge Massnahmen.

Die ehemalige Weltnummer-Eins Viktoria Asarenka sagte an einer Pressekonferenz: «Niemand hat in dem Fall gut ausgesehen», es sei «ein bisschen zu einem Zirkus» geworden. sobald es in den Regeln eine Grauzone gebe, entstünden Situationen wie jenen von Djokovic. Bei gewissen Dingen sei ein Schwarz-Weiss-Ansatz notwendig, und bei der Impfung «sollte das der Fall sein».

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Novak Djokovic ist wieder zuhause in Serbien. - Keystone

Sie selbst sei geimpft, sagte die Belarussin, denn sie glaube an die Wissenschaft und die Impfung. Sie wolle ihre Ansichten zwar niemandem aufzwingen, trotzdem würde Asarenka eine Impfpflicht für die Tennisspieler begrüssen. Eine Pflicht würde allen helfen, da «wir um die Welt reisen und die Regeln verschiedener Länder respektieren müssen».

Man habe auch eine soziale Verantwortung und müsse gefährdete Personen schützen, so die zweifache Australian-Open-Siegerin. Sie und ihre gefährdeten Eltern steckte sich trotz Impfung im November an. Sie glaubt, dass das Vakzin bei ihrem Vater Schlimmeres verhindert hat.

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Viktoria Asarenka gewann die Australian Open 2012 und 2013. - Keystone

Aktuell ist noch keine Impfpflicht von der WTA oder der ATP geplant. Der Männerverband feilt laut Berichten aber an einer Regel, die nur noch geimpften Spielern Zutritt zu den Garderoben gewähren würde.

Djokovic nur einer von drei ungeimpften Top-100-Spieler

Zudem soll es Pläne geben, dass an den French Open und Wimbledon nur geimpfte Akteure antreten dürfen. Für viele würde dies nichts ändern: Unter den Top-100 gibt es bloss zwei Spieler und eine Spielerin, die die Impfung nicht erhalten haben.

Djokovic, einer der Ungeimpften, wollte mit einer Sondergenehmigung an die Australian Open reisen. Nach zwei Gerichtsentscheiden wurde er aber wegen seiner fehlenden Impfung und seiner impfkritischen Haltung ausgewiesen. Ihm droht eine mehrjährige Einreisesperre in Australien. In diesem Jahr könnte er wegen Corona-Regeln auch die drei anderen Grand Slams verpassen.

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