Jannik Sinner

Jannik Sinner: Nicht mal Nadal war in Paris so haushoher Favorit!

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer

Frankreich,

An den French Open kann dieses Jahr nur Jannik Sinner gewinnen. Mit Carlos Alcaraz fehlt der Einzige, der ihn stoppen kann. Ein Kommentar.

Jannik Sinner
Jannik Sinner ist derzeit die klare Weltnummer 1. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Jannik Sinner geht als der grosse Favorit in die am Sonntag beginnenden French Open.
  • Rivale Carlos Alcaraz fehlt verletzt. Wer soll denn jetzt den Südtiroler stoppen?
  • Alles andere als ein Sinner-Triumph wäre eine Sensation. Ein Kommentar.

Selten scheint ein Grand-Slam-Sieg so absehbar wie derjenige von Jannik Sinner an den French Open. Die Weltnummer 1 dominiert die ATP-Tour seit Monaten nach Belieben.

Und der grösste – und einzige – Konkurrent fehlt verletzt.

Djokovic übertroffen

In Rom feierte Sinner zuletzt den sechsten (!) Masters-Turniersieg in Serie. Mit dem Titel am Heim-Event hat der Italiener nun alle neun ATP-1000-Turniere mindestens einmal gewonnen. Dieser «Career Golden Masters» gelang vor ihm nur Novak Djokovic.

Jannik Sinner
Mit dem Heimtriumph in Rom hat Jannik Sinner nun alle neun Masters-Turniere gewonnen. - keystone

Sinner schaffte das Kunststück, das Legenden wie Roger Federer oder Rafael Nadal nie vollbrachten, innert drei Jahren. Und im zarten Alter von erst 24 Jahren.

Zum Vergleich: Djokovic war 2018 «schon» 31-jährig, als er auch das neunte Masters-Turnier erstmals gewann.

Alcaraz verletzt – freie Bahn für Jannik Sinner!

Mit der Form der letzten Monate wäre Sinner an den French Open so oder so Favorit. Dass mit Carlos Alcaraz nun der Sieger der letzten beiden Austragungen fehlt, macht die Favoritenfrage noch überflüssiger.

Bei allem Respekt für die weltbesten Tennisspieler: Wer soll denn Sinner jetzt noch stoppen?

Alcaraz gelang dies im legendären Roland-Garros-Final im Vorjahr nur in extremis. Der Spanier musste sein allerbestes Tennis auspacken, um Sinners ersten French-Open-Triumph zu verhindern.

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Carlos Alcaraz verwertet den Matchball in Paris spektakulär. - X/@TennisTV

Ein solches Tennis spielt neben Alcaraz aber derzeit kein anderer Spieler – auch nicht Djokovic.

Der Rekord-Grand-Slam-Champion konnte Sinner an den Australian Open im Januar zwar noch eliminieren. Sinners Formkurve ging seither aber klar nach oben. Und das letzte Duell auf Sand entschied der Italiener im Vorjahres-Halbfinal in drei Sätzen für sich.

Auch Alexander Zverev ist in Paris der Final zuzutrauen. Aber: Gegen Sinner verlor der Deutsche zuletzt neunmal in Folge.

Grösserer Favorit als Nadal

Jannik Sinner kann sich an den diesjährigen French Open also nur selbst schlagen. Nicht mal der 14-fache Champion Nadal war in Paris so haushoher Favorit!

Das derzeit einzige glaubwürdige Szenario lautet deshalb: Sinner triumphiert nach Melbourne, New York und London erstmals auch in Roland Garros und schafft – wie Alcaraz im Januar – den «Career Grand Slam».

Alles andere wäre eine Sensation.

Wer gewinnt die French Open?

Die French Open starten am Sonntag. Sinner trifft am Montag in der ersten Runde auf den Franzosen Clément Tabur (ATP 165).

Nicola Wittwer
Nicola Wittwer ist Sportredaktor bei Nau.ch. - Nau.ch

Kommentare

User #1643 (nicht angemeldet)

Ja, auch Sinner wird wieder einmal verlieren, wenn Alcaraz fehlt.

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