Jannik Sinner im Rekordrausch – ist das schon historische Dominanz?
Jannik Sinner gewinnt auch in Madrid hochüberlegen und bricht damit Rekorde. In Rom ist er wieder haushoher Favorit – Sinner wirkt unantastbar. Eine Analyse.

Das Wichtigste in Kürze
- Jannik Sinner gewinnt auch das vierte Masters des Jahres – im Final demontiert er Zverev.
- Der Deutsche sagt: «Es gibt eine riesige Lücke zwischen Sinner und dem gesamten Rest.»
- Sinners Masters-Serie ist jetzt schon historisch – und dürfte sich in Rom fortsetzen.
Nach Indian Wells, Miami und Monte Carlo gewinnt Jannik Sinner auch das Masters-Turnier in Madrid. Im Final deklassiert er Alexander Zverev – immerhin die Weltnummer 3 – mit 6:1 und 6:2. Der Deutsche hat die letzten neun Spiele gegen Sinner alle verloren.
Zverev gesteht: «Gibt eine riesige Lücke»
An der Siegerehrung gibt Zverev zu: «Es gibt eine riesige Lücke zwischen Sinner und dem gesamten Rest. Er ist aktuell der mit Abstand beste Spieler der Welt.»

Seit Mitte Februar hat Jannik Sinner alle seine 23 Spiele gewonnen. Zweimal musste der Italiener einen Satz abgeben, wirklich eng waren aber auch diese Spiele nicht. Seine Dominanz ist erdrückend – und historisch einmalig.
Erstmals überhaupt wurden die ersten vier Masters-Turniere des Jahres vom gleichen Spieler gewonnen. Insgesamt hat Jannik Sinner sogar die letzten fünf 1000er-Turniere gewonnen – auch das ist alleiniger Rekord.
Sinner-Bilanz stellt Roger, Rafa und Novak in den Schatten
Zum Vergleich: Roger Federer konnte nie mehr als zwei Masters-Titel in Serie feiern. Rafael Nadal und Novak Djokovic verzeichneten jeweils eine Serie von höchstens vier 1000er-Titeln in Serie.

Bei Sinner hingegen deutet vieles darauf hin, dass sein Rekord ausgebaut und Nummer 6 folgen wird: Beim Heim-Masters in Rom geht der 24-Jährige als haushoher Favorit an den Start.
Spätestens nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Carlos Alcaraz scheint Sinner völlig ausser Konkurrenz zu sein. Ohnehin hatte er aber auch seine letzten beiden Partien gegen den Spanier jeweils in zwei Sätzen für sich entschieden.
Wer soll diesen 24-jährigen Überflieger noch aufhalten?
In Rom kehrt Djokovic zurück
Zverev findet: «Es gibt aktuell zwei grosse Lücken. Eine von Jannik zu Carlos Alcaraz, Novak Djokovic und mir. Dann eine von uns zu den restlichen Spielern.»

Der 38-Jährige Djokovic stoppte Sinner im Halbfinal der Australian Open. Seit dem 12. März fehlte er zuletzt verletzungsbedingt – in Rom kehrt er nun zurück. Kann ausgerechnet der Altstar den Überflieger stoppen?
Ansonsten droht dem Tennis die grosse Langeweile. Denn Sinner dominiert die Tenniswelt aktuell wie kaum ein Spieler vor ihm.












