Gold an der Rad-WM! Die Sekunden sind auf Schweizer Seite: Durch den Sieg der Mixed-Zeitfahrequipe ist der Medaillen-Satz für die Schweiz komplett.
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Stefan Küng, Stefan Bissegger und Mauro Schmid während der Rad-WM in Australien. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Erfolg für die Schweiz an der Rad-WM in Australien!
  • Im Mixed-Team-Zeitfahren holen Küng, Bissegger, Schmid, Reusser, Chabbey und Koller Gold.
  • Zuvor gab es im Einzel-Zeitfahren bereits Silber und Bronze.

Die Schweiz gewann an der WM in Wollongong (AUS) nach Marlen Reussers Bronze und Stefan Küngs Silber die erste Goldmedaille. Im Mixed-Team-Zeitfahren setzten sich Stefan Küng, Stefan Bissegger, Mauro Schmid, Marlen Reusser, Elise Chabbey und Nicole Koller über die 28.2 Kilometer lange Strecke knapp drei Sekunden vor Italien und 38 Sekunden vor Gastgeber Australien durch.

Bei der Übergabe hatte das Männerteam einen Vorsprung von 15 Sekunden herausgefahren. Diesen sollten die Frauen wenn auch knapp ins Ziel retten. Die Schweizerinnen zogen angeführt von Zeitfahrspezialistin Reusser ein hohes Tempo an, das Chabbey und die eigentliche Mountainbike-Spezialistin Koller mitzugehen vermochten.

Im Ziel lösten sie Australien als Führende ab, womit der erste Medaillengewinn in einem Mixed-Team-Zeitfahren auf sicher war. Die Italienerinnen holten zwar noch einige Sekunden auf, konnten die Schweiz aber nicht mehr von Platz 1 verdrängen. Deutschland, als Titelverteidiger gestartet, musste sich mit Rang 4 zufrieden geben.

Revanche für Hundertstel-Pleite im letzten Jahr

Begünstigt wurde der Schweizer Coup auch durch das Pech von Mitfavorit Niederlande. Bauke Mollema hatte nach nur drei Minuten einen Defekt, und Annemiek van Vleuten stürzte schwer.

Damit ist dem Schweizer Team die Revanche geglückt. Im Vorjahr hatte es in Flandern eine Medaille in dieser Disziplin hinter den Italienerinnen um fünf Hundertstel verpasst.

Bei der ersten Austragung 2019 in Yorkshire in England war die Schweiz nicht am Start gewesen. 2020 in Imola war das Rennen nicht Teil des wegen der Corona-Pandemie gekürzten Wettkampf-Programms gewesen

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