Israels Präsident Herzog besucht Anschlagsort in Sydney

Keystone-SDA
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Australien,

Begleitet von landesweiten Protesten hat der israelische Präsident Isaac Herzog in Australien den Ort des antisemitischen Terroranschlags am Bondi Beach besucht. Dabei betonte er den Zusammenhalt mit der jüdischen Gemeinschaft. Bei dem Anschlag an dem berühmten Strand in Sydney wurden am 14. Dezember 15 Menschen getötet und mehr als 40 weitere verletzt. Ein Vater und sein Sohn hatten das Feuer auf Besucher eines jüdischen Festes eröffnet.

Isaac Herzog
Israels Präsident Isaac Herzog hat den Anschlagsort in Sydney besucht. - keystone

Der Besuch, der unter massiven Sicherheitsvorkehrungen stattfand, hatte in Australien seit Tagen für viel Unmut gesorgt. Kritiker werfen Israel in Bezug auf den Gaza-Krieg und die schwierige humanitäre Lage in dem Küstenstreifen Menschenrechtsverletzungen vor. Am Nachmittag (Ortszeit) versammelten sich unter anderem in Sydney, Melbourne und Canberra Tausende Demonstranten. In Sydney kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei, die Berichten zufolge auch Tränengas einsetzte.

Herzog war am Morgen in der Metropole an der Ostküste eingetroffen und hatte am Anschlagsort einen Kranz niedergelegt. Anschliessend platzierte er zusammen mit seiner Ehefrau Michal Herzog zwei Steine aus Jerusalem an einem Mahnmal nahe dem historischen Kulturzentrum Bondi Pavilion.

Das Ablegen von Steinen auf Gräbern stehe in der jüdischen Tradition für «die Beständigkeit der Erinnerung, das Gewicht des Verlustes und die unzerbrechliche Verbindung zwischen den Lebenden und denen, die wir verloren haben», sagte Herzog. «Diese Steine werden hier in Bondi für die Ewigkeit bleiben, als heilige Erinnerung an die Opfer und als Mahnung, damit die Bande zwischen guten Menschen aller Glaubensrichtungen und aller Nationen angesichts von Terror, Gewalt und Hass stark bleiben werden», betonte er vor Journalisten.

In einer Ansprache erinnerte er an «15 unschuldige Seelen, die zusammengekommen waren, um Chanukka, das Lichterfest zu feiern, und kaltblütig massakriert wurden». Antisemitismus sei kein rein jüdisches Problem, sondern eine «globale Notlage», erklärte Herzog.

Der israelische Präsident wird während seines mehrtägigen Besuchs Premierminister Anthony Albanese, Vertreter der jüdischen Gemeinschaft sowie Überlebende des Anschlags und Angehörige der Opfer treffen. Geplant sind Veranstaltungen in Sydney sowie Reisen nach Canberra und Melbourne.

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