Formel 1 – Norris tobt: «Das hat in der Formel 1 nichts zu suchen»
Franco Colapinto verursacht beim Aserbaidschan-GP der Formel 1 eine Kollision und reisst Weltmeister Lando Norris aus dem Rennen. Der hält sich nicht zurück.
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Das Wichtigste in Kürze
- Formel-1-Weltmeister Lando Norris schiesst nach dem Aserbaidschan-GP gegen Franco Colapinto.
- Der Argentinier räumte beim Safety-Car-Neustart gleich zwei Piloten aus dem Rennen.
- Neben McLaren-Star Norris schoss Colapinto auch seinen Alpine-Teamkollegen Pierre Gasly ab.
Die ohnehin dürftigen Hoffnungen von Lando Norris, seinen WM-Titel in der Formel 1 zu verteidigen, erleiden am Samstag einen Dämpfer: Der Brite wird im Aserbaidschan-GP in Baku beim Safety-Car-Restart von Alpine-Pilot Franco Colapinto aus dem Rennen gerissen.

Der Argentinier hatte sich im Neustart-Chaos beim Anbremsen auf Kurve eins völlig verschätzt. Er rauschte innen in die Kurve, räumte seinen Teamkollegen Pierre Gasly ab. Dessen Alpine wurde zum Geschoss, das Norris traf und in die Streckenbegrenzung katapultierte.
Norris fordert Sperre für Colapinto
Für den Briten und beide Alpine-Piloten war das Rennen nach der Karambolage gelaufen. Colapinto entschuldigte sich am Funk bei seinem Team, bei Gasly und auch bei Norris. Doch vor allem der Brite war nach dem Ausfall fuchsteufelswild.

«Ich habe es nicht gesehen – ich wurde einfach aus dem Rennen genommen», schimpfte der Weltmeister im TV-Interview. «Ich finde, die FIA sollte härter durchgreifen und für so etwas Sperren verhängen. Das ist leichtsinnig.»
Der Brite hat dabei angesichts der strengen Kosten-Deckelung auch den finanziellen Aspekt im Blick. Denn McLaren brachte in Baku ein umfassendes Update-Paket ans Auto. «Es kostet viel Geld; all meine Teile sind jetzt Schrott», ärgerte sich der Weltmeister.
«Das hat in der Formel 1 nichts zu suchen»
Für Colapinto forderte der McLaren-Star eine harte Strafe. «Er sollte einfach gesperrt werden, so ein Fahrstil hat in der Formel 1 nichts zu suchen. In der Formel 1 wollen wir uns mit den besten Fahrern der Welt messen. Wenn so etwas passiert, dann weil diese Fahrer dort eigentlich nicht hingehören.»

«Wer so einen Unfall verursacht, sollte für ein Rennen gesperrt werden», so Norris. Auch die rutschigen Streckenverhältnisse seien keine Ausrede. «In der Formel 1 erwartet man von Fahrern, dass sie vorausschauend fahren. Der Grip ist gering, die Reifentemperaturen sind niedrig.»
Keine Rennsperre für Colapinto
Die Rennkommissäre waren mit Lando Norris nicht einer Meinung. Stattdessen verhängten sie über Franco Colapinto eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe für die Kollision. Weil Colapinto diese durch seinen Ausfall in Baku nicht absitzen konnte, wird die Strafe in eine Fünf-Plätze-Rückversetzung in Bahrain umgewandelt.















