Nächstes Jahr stehen in der Formel-1-Saison erstmals 23 Rennen an. Für die Fans eine Nachricht der Freude – für die Mechaniker jedoch eine Hiobsbotschaft
formel 1 mechaniker
Mercedes-Mechaniker am Hockenheim-GP in 2018. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Formel-1-Mechaniker haben einen harten Job.
  • Die Formel-1-Saison von 2022 wird für die Crews wohl noch härter werden.
  • Einer der Mechaniker erzählt, dass die Grenze der Belastbarkeit damit erreicht würde.

Bekanntlich ist der Formel-1-Zirkus ein logistisches Meisterwerk. Über 20 Rennen in etlichen Ländern auf der ganzen Welt verteilt. Für die Crews der Rennställe bedeutet das: Reisen, reisen, reisen.

Kommende Saison werden erstmals 23 Grosse Preise im Formel-1-Kalender stehen. Für die Mechaniker ist dies eine weniger erfreuliche Situation. «Es lässt sich nicht verbergen, dass das Leben als Formel-1-Mechaniker hart ist», erzählt ein anonymer Mechaniker gegenüber «Motorsport-Total».

Grenze der Belastbarkeit erreicht

Der Mechaniker führt fort: «Wenn du so weit weg von deinen Liebsten und auf Achse bist, kannst du dich echt alleine fühlen.» Mit dem Rennkalender vom Jahr 2022 würde die Grenze der Belastbarkeit nun erreicht, erzählt er.

Formel 1 mechaniker
Die am härtesten arbeitenden Menschen in der Formel 1 sind die Monteuere und die Mechaniker. Foto: Darko Bandic/STF/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

«Du bist nicht nur mental ausgelaugt, sondern auch körperlich erschöpft. Mit fortschreitender Saison passieren eine ziemliche Menge Verletzungen. Nicht in einer Million Jahre würden normale Ärzte dir das geben, was wir bekommen», so der Formel-1-Mechaniker.

Einige greifen sogar zu noch ungesünderen Methoden, um die Müdigkeit und Belastung zu überstehen. «Diejenigen, die nicht auf Schmerzmitteln weitermachen wollen, greifen zum Alkohol», verrät er.

Mehr zum Thema:

Kalender Zirkus