Prinz Andrew: Fergie lieferte eigenes Gottimeitli Epstein aus
Dokumente aus den Epstein-Akten belasten Sarah Ferguson: Die Ex-Frau von Prinz Andrew stellte ihr Gottimeitli dem bereits verurteilten US-Finanzier vor.

Das Wichtigste in Kürze
- Sarah Ferguson stellte 2010 den Kontakt zwischen ihrem Gottimeitli und Epstein her.
- Das Treffen fand statt, nachdem Epstein bereits eine Haftstrafe wegen verbüsst hatte.
- Poppy Cotterell lehnte ein Jobangebot ab und brach den Kontakt nach zu dem Finanzier ab.
Die Schlagzeilen um die derzeit in der Schweiz untergetauchte Sarah Ferguson (66) nehmen nicht ab.
Demnach belegen E-Mails, in den Epstein-Files, dass sie ihr Gottimeitli im Jahr 2010 mit dem verstorbenen Sexualstraftäter bekannt gemacht hatte. Und zwar nach dessen Haftstrafe, die er wegen Sexualdelikten an Minderjährigen verbüsst hatte.
Demnach leitete die Ex-Frau von Prinz Andrew, die Kontaktinformationen von Poppy Cotterel an Epstein weiter. In einer kurzen Nachricht schrieb sie dazu: «Jetzt bist du dran! Alles Liebe.»
In der Folge traf sich die damals 22-Jährige mit Epstein in dessen Haus in Manhattan. Laut Dokumenten erwog dieser, ihr eine Stelle anzubieten und eine Spende in ihrem Namen an eine Kinderhilfsorganisation zu tätigen.
Einige Tage nach dem Treffen schrieb Epsteins Assistentin ihm eine E-Mail: «Poppy Cotterell würde gerne mehr erfahren und Dr. Merrell und seine Wohltätigkeitsorganisation für alternative Medizin für Kinder kennenlernen.»
Poppy Cotterell: «Ich habe ihn nie wieder gesehen»
In einer weiteren E-Mail wurde angekündigt, es solle «100'000 Dollar im Namen von Poppy Cotterell gespendet» werden. Die Korrespondenz legt nahe, dass Epstein auch hier über wohltätige Zuwendungen Kontakte knüpfen und Beziehungen vertiefen wollte.
In einem Austausch mit einem Vertrauten fragte er: «Was weisst du über Poppy? Gute Wahl? Nicht gut?» Dieser antwortete, sie sei «sowohl äusserst intelligent als auch sehr hübsch».

Die heute 38-jährige Poppy Cotterell arbeitet inzwischen als Psychotherapeutin in London. Rückblickend schildert sie die damaligen Ereignisse nüchtern und mit Abstand. Gegenüber der «Sun on Sunday» erklärte sie: «Ich habe mich lediglich über eine mögliche Stelle zur Betreuung von Epsteins Kunstsammlung informieren wollen.»
Und weiter: «Nach dem Treffen mit Herrn Epstein bot er mir eine Stelle an, die ich jedoch ablehnte. Ich habe ihn nie wieder gesehen.» Von den in ihrem Namen angekündigten Spenden habe sie nichts gewusst und diese auch nie veranlasst.
Ein Akt des Verrats, der zutiefst schockiert
Die Vorgänge werfen ein heikles Licht auf Fergusons Rolle: Öffentlich präsentierte die Ex-Frau von Prinz Andrew ein enges familiäres Verhältnis. Im Hintergrund jedoch, stellte sie Kontakt zwischen ihrem damals 22-jährigen Gottimeitli und Epstein her.
Besonders sensibel erscheint der Fall wegen der persönlichen Verbindung der Familien. Poppys verstorbene Mutter Carolyn war einst Hofdame Fergusons und zugleich Gotti von deren Tochter, Prinzessin Beatrice (37).

Dennoch vermittelte die Ex-Frau von Prinz Andrew den Kontakt zu Epstein und schickte ihr Gottimeitli in dessen Villa. Es ist ein kalkulierter Schachzug, der vor allem eines aufzeigt: Für Ferguson wog die Loyalität zu ihrem dubiosen Gönner offenbar schwerer als das Leben und die Unversehrtheit ihres eigenen Gottimeitli.
Ferguson an Epstein: «Du bist eine Legende!»
Die Unterlagen offenbaren ausserdem ein Bild des engen Kontakts zwischen der Ex-Frau von Prinz Andrew mit Epstein über Jahre hinweg. Aus dem E-Mail-Verkehr geht hervor, dass sie ihn wiederholt um finanzielle Unterstützung bat, unter anderem um Geld für Mietzahlungen.
In einer Nachricht schrieb sie: «Du bist eine Legende. Mir fehlen wirklich die Worte, um meine Zuneigung und meine Dankbarkeit für deine Grosszügigkeit und Freundlichkeit zu beschreiben.»

Weitere Mails zeigen auch persönliche Spannungen: Die Ex-Frau von Prinz Andrew beklagte sich etwa darüber, dass Epstein einen Mann, an dem sie interessiert gewesen sei, mit einer jüngeren Frau verkuppelt habe.
















