Letztes Training in Sotschi wegen Dauerregens abgesagt

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    Russland,

    Fahren sie überhaupt? Regen hat das letzte Training zum Grossen Preis von Russland gestoppt. Für den Spitzenreiter ist es fast egal. Max Verstappen muss eh beim Rennen von hinten starten.

    Lewis Hamilton konnte das Rennen in Sotschi bereits viermal gewinnen. Foto: Sergei Grits/AP/dpa
    Lewis Hamilton konnte das Rennen in Sotschi bereits viermal gewinnen. Foto: Sergei Grits/AP/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Wichtigste in Kürze

    • Aufgrund anhaltenden Starkregens ist das letzte freie Training vor dem Formel-1-Rennen in Sotschi abgesagt worden.

    In der russischen Schwarzmeerstadt gab es am Samstag derart heftige Niederschläge, dass die Sicherheit der Fahrer auf der Strecke nicht gewährleistet werden konnte und das Fahren schlicht unmöglich war. Diesen Schritt beschloss die Rennleitung des Motorsport-Weltverbandes Fia in Absprache mit den Stewards.

    Fia-Renndirektor Michael Masi hatte zuvor bereits gesagt, dass es die oberste Priorität sei, dass für den Nachmittag geplante Qualifying durchzuziehen. Dafür gibt es auch noch einen zeitlichen Puffer, damit es, später als um 15.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ) angesetzt, beginnen kann. Am Nachmittag soll der Regen schwächer werden, allerdings kann nur bei Tageslicht gefahren werden. Sollte die Qualifikation am Samstag ebenfalls nicht möglich sein, könnte sie auch am Sonntagvormittag kurz vor dem Rennen stattfinden. Das hatte es in der Vergangenheit schon mehrfach gegeben.

    Es ist nicht das erste Mal, dass heftiger Regen den Zeitplan der Formel 1 in diesem Jahr beeinflusst. Erst vor einem knappen Monat hatte das Wetter im belgischen Spa-Francorchamps dafür gesorgt, dass kein normales Rennen möglich war. Nach einer Regen-Farce, bei der nur wenige Runden hinter einem Safety Car absolviert werden konnten und Max Verstappen als Erster der Qualifikation zum Sieger gekürt wurde, hatte es heftige Kritik an dem Prozedere gegeben.

    Verstappen mit viertem Motor der Saison

    Wenn weder das dritte Training noch die Qualifikation vor dem 15. Saisonlauf durchgeführt werden können, würde das Ergebnis des zweiten Trainings für die Reihenfolge in der Startaufstellung genutzt.

    Während Valtteri Bottas und Lewis Hamilton jeweils im Mercedes die erste Reihe bilden würden, hätte der sechste Platz von Verstappen keine Relevanz. Weil der Niederländer einen neuen Motor bekommt, muss er sich ganz am Ende einreihen und eine Aufholjagd starten. Laut Reglement sind pro Saison nur drei Antriebseinheiten erlaubt, Verstappen geht jedoch bereits mit dem vierten Motor an den Start.

    «Wir denken, dass es am besten ist, die Strafe hier zu nehmen», sagte Verstappen. Bei noch acht ausstehenden Rennen wäre der Schritt ohnehin irgendwann nötig gewesen, betonte er. Doch so wird es für Verstappen schwer, seinen knappen WM-Vorsprung zu verteidigen. Gerade fünf Punkte mehr hat der Spitzenreiter als der lauernde Hamilton. Dem Briten liegt der Kurs in der Olympiastadt von 2014 besonders. Viermal konnte er schon gewinnen, so oft wie kein anderer Pilot.

    «Es ändert nicht wirklich etwas für uns. Wir machen unser Ding», sagte Routinier Hamilton zur Strafe für seinen ärgsten Widersacher. Aber natürlich wolle der siebenmalige Champion «daraus Kapital schlagen», sagte er: «Wenn wir die Plätze eins und zwei holen könnten, wäre das sensationell.» Auch Hamilton beschäftigt dabei der drohende Starkregen: «Das müssen wir bei der Abstimmung natürlich berücksichtigen. Gleichzeitig müssen wir aber auch mit einem Auge auf den Sonntag schielen, an dem es trocken sein soll.»

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