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YB – VR-Präsident Brülhart: «Wir müssen uns neu erfinden»

Christoph Böhlen
Christoph Böhlen

Bern,

Sechs Niederlagen am Stück hat YB in den letzten Wochen angehäuft. VR-Präsident Marcel Brülhart bewahrt die Ruhe – spricht aber auch über eine Neuerfindung.

YB
YB wartet seit sechs Spielen auf einen Sieg. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit dem 2:3 in Stuttgart verabschiedet sich YB aus der Europa League.
  • In der Super League belegen die Berner derzeit nur Platz 6.
  • VR-Präsident Marcel Brülhart erklärt, dass es keine Unruhen gebe.
  • Man sei aber daran, sich neu zu erfinden – und das brauche Zeit.

Trotz erfolgreicher Aufholjagd muss sich YB dem VfB Stuttgart in letzter Minute geschlagen geben. Die Europa League endet für die Berner mit der sechsten Pflichtspiel-Niederlage in Serie.

YB
Trotz des Traumtores von Sandro Lauper scheitert YB in der Europa League. - keystone

Das nimmt auch VR-Präsident Marcel Brülhart mit: «Es war eine grosse Enttäuschung und sehr bitter – gerade in der aktuellen Situation.» Das sagt Brülhart direkt am Morgen danach im hauseigenen Podcast.

«Es ist eine Baisse, das müssen wir ehrlicherweise sagen», so der VR-Präsident, der im Juli 2025 sein Amt übernommen hat. «Nach unserer langen Erfolgsphase ist es allerdings auch eine Art ‹Naturgesetz› im Sport, dass so ein Tief irgendwann eintrifft.»

Schafft es YB in dieser Saison in die Top 6?

Brülhart sagt: «Für uns ist jetzt entscheidend, dass diese Baisse nicht allzu lange anhält. Aber wir sind uns auch bewusst, dass wir da nicht von heute auf morgen herauskommen.»

VR-Präsident Brülhart: «Wir müssen uns neu erfinden»

Bei YB sei man zum Schluss gekommen, dass die sportliche Krise von verschiedenen Ursachen abhängig sei. Brülhart erklärt: «Wir müssen konstatieren, dass unser Modell, mit dem wir Erfolg hatten, nicht mehr hundertprozentig funktioniert. Das liegt auch an äusseren Einflüssen.»

YB
Marcel Brülhart, Verwaltungsrats-Präsident bei YB. - keystone

Daher habe man beschlossen, sich ein Stück weit selber neu zu erfinden. «Es müssen immer viele Elemente zusammenspielen, wenn man Erfolg haben will. Dazu kommen die riesigen Erwartungen von innen und aussen, die sich aufgebaut haben.»

Man habe bei YB nicht erst in diesem Jahr realisiert, dass man sich neu erfinden muss. Man ist jetzt auf dem Weg, «aber noch nicht so, wie wir gerne möchten», hält der VR-Präsident fest.

YB
Bei YB will man Ruhe bewahren. - keystone

Trotz Platz sechs und der Niederlagenserie, seien in der Führungsetage keine Unruhen vorhanden, unterstreicht Marcel Brülhart. «Wir werden die nötige Geduld haben im Verwaltungsrat und auch von Eigentümerseite her. Wir wissen, dass die sportliche Führung Zeit braucht – und die geben wir auch.»

Im Verwaltungsrat von YB sei viel Erfahrung vorhanden, die in diesen Situationen wertvoll sei. «Bei uns gibt es darum keine Unruhen», erklärt Brülhart deutlich.

YB will Identifikation stärken

Wo man bei den Young Boys den Hebel unter anderem ansetzen will: Bei der Identifikation und der Sozialisierung innerhalb der Gruppe. «Dort wollen wir auch neben dem Platz mehr machen. Diese Gruppenbildung, die vor allem im Sommer stattfindet, muss besser werden. Und wir sind mit Hochdruck daran, uns Gedanken zu machen.»

YB
Gerardo Seoane kehrte 2025 zu YB zurück. - keystone

Einerseits sagt Brülhart, dass es bei den Young Boys in den letzten zwei Jahren vielleicht nicht genügend Führungsfiguren gab.

Andererseits könne man heute nicht mehr darauf vertrauen, dass sich die Gruppe von selber bildet. Das liege auch an der Schnelllebigkeit im Fussball, wegen der es auch bei YB zu vielen Transfers komme. Den Spielern fehle es zum Teil an der Identifikation, wenn sie kaum nach ihrer Ankunft in Bern schon von der Bundesliga träumen.

Brülhart: «Wir wollen kein Durchlauferhitzer sein»

Man lebe als Club auch von dieser Bewegung. Aber: «Wir wollen kein Durchlauferhitzer sein. Es wird massiv unterschätzt, wie schwierig diese Aufgabe für die sportliche Leitung eines Clubs sei. Man kann nicht erwarten, dass das jedes Jahr funktioniert», so Brülhart weiter.

Als Beispiel nennt er Leader FC Thun, bei dem das Gros des Teams seit mehreren Saisons zusammenspielt.

YB
Findet YB am Sonntag zum Siegen zurück? - keystone

Man will sich bei YB also neu erfinden – aber ohne den eingeschlagenen Weg zu verlassen. Dabei soll auch der eigene Nachwuchs eine grössere Rolle spielen. «Auf der Jagd nach Talenten konkurrieren wir heute nicht mehr mit der Bundesliga – sondern mit der zweiten Bundesliga

Daher wird es in Europa künftig immer schwieriger, die talentiertesten Spieler zu holen. Darum will man künftig mehr in den eigenen Nachwuchs investieren.

Wer setzt sich am Sonntag durch?

Schon am Sonntag hat YB die Chance, die Negativ-Serie zu beenden. Um 16.30 Uhr reist der FC Zürich ins Wankdorf.

Super League - Super League: Regular Season (31.01.2026)SpSNUTorePkt
1.FC Thun Berner Oberland LogoFC Thun Berner Oberland21155146:2546
2.FC Lugano LogoFC Lugano21126337:2639
3.FC St. Gallen LogoFC St. Gallen20127140:2637
4.FC Basel LogoFC Basel21105633:2436
5.FC Sion LogoFC Sion2185831:2532
6.BSC Young Boys LogoBSC Young Boys2188540:4529
7.Lausanne-Sport LogoLausanne-Sport2177732:2928
8.FC Zürich LogoFC Zürich21710432:4025
9.Servette LogoServette2169635:4024
10.FC Luzern LogoFC Luzern2159738:4122
11.Grasshopper Club Zürich LogoGrasshopper Club Zürich21411628:3918
12.FC Winterthur LogoFC Winterthur20214424:5610
Super League - Super League: Regular Season (31.01.2026)SpPkt
1.FC Thun Berner Oberland LogoFC Thun Berner Oberland2146
2.FC Lugano LogoFC Lugano2139
3.FC St. Gallen LogoFC St. Gallen2037
4.FC Basel LogoFC Basel2136
5.FC Sion LogoFC Sion2132
6.BSC Young Boys LogoBSC Young Boys2129
7.Lausanne-Sport LogoLausanne-Sport2128
8.FC Zürich LogoFC Zürich2125
9.Servette LogoServette2124
10.FC Luzern LogoFC Luzern2122
11.Grasshopper Club Zürich LogoGrasshopper Club Zürich2118
12.FC Winterthur LogoFC Winterthur2010

Kommentare

User #4866 (nicht angemeldet)

Der letzte Strohhalm vom wuschuGring - GERRI Seoane, scheint nicht zu fruchten – Der Pfupf weg – «YB gibt Rätsel auf» Wieso? Sieben!!! Innenverteidiger, alle unbrauchbar. Aus Fehler lernen, scheint bei YB nicht zu funktionieren.

User #6314 (nicht angemeldet)

Wenn dem Trainer die Reife fehlte mit Bertone, Wüthrich und Lauper in der Defensive muss er gegen den FCZ halt die YB Senioren Mannschaft aufbieten.

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