YB - Goalie Joël Mall: «Dafür bin ich geholt worden»
Wenn YB am Sonntag den FC Sion empfängt, wird Neuzugang Joël Mall (35) zwischen den Pfosten stehen. Der Routinier hat sich in Bern rasch eingelebt.

Das Wichtigste in Kürze
- Auf diese Saison hin wechselt Joël Mall als Nummer 2 zu YB.
- Weil Marvin Keller nach der WM Ferien hatte, wird der Goalie gegen Sion debütieren.
- Der 35-jährige Keeper schildert seine Eindrücke aus den ersten Wochen bei YB.
Am Sonntag gilt es für YB wieder ernst: Um 14 Uhr empfangen die Berner zum Saisonstart den FC Sion. Und einer der Neuzugänge wird sicher in der Startelf stehen: Goalie Joël Mall.
Der 35-Jährige wird in der Sommerpause als Nummer 2 geholt, zuletzt stand er drei Jahre bei Servette unter Vertrag. Die Vorbereitung bestreitet er aber als Nummer 1, weil Marvin Keller mit der Nati an der WM unterwegs ist.

Keller wird, wie Christian Fassnacht, in der kommenden Woche ins Training einsteigen. Darum steht mindestens am Sonntag Joël Mall im Berner Kasten. «Ich wurde dafür geholt, um da zu sein, wenn es mich braucht», sagt der 20-fache Nationalgoalie Zyperns.
Mall will Jung und Alt verbinden
Bei seinem neuen Club hat sich der Routinier gut eingelebt, wie er am Medientermin am Donnerstag erklärt. «Es ist sehr cool. Was es für mich natürlich erleichtert hat, war die Rückkehr zum Schweizerdeutsch. Und ich kannte viele Gesichter schon nach 17 Jahren als Profi. Mit einigen habe ich sogar schon zusammengespielt, das hat es einfacher gemacht.»

Nach einer schwachen Saison hat YB mehrere «Problemfelder» ausgemacht. Unter anderem die Identifikation oder die Gruppendynamiken. Auch dafür wird der routinierte Joël Mall geholt.
«Meine Aufgabe ist es auch, Spannungen in der Garderobe zu spüren. Ich will Gruppierungen zusammenführen, Jung und Alt verbinden. Und auch Egos, die es immer braucht, in die richtigen Wege leiten. Jeder soll das Maximum rausholen – aber stets im Sinne des Teams», so Mall.
Mall: «Von Anfang an einen guten Vibe unter den Spielern gespürt»
Doch eine schlechte Stimmung hat der Aargauer bei seiner Ankunft gar nicht ausgemacht. «Ehrlich gesagt, ist mir das nicht besonders aufgefallen. Ich habe eine gute Gruppendynamik wahrgenommen», sagt Mall zu Nau.ch.

Der Goalie weiter: «Es gibt natürlich Gruppen, aber das ist in jedem Team so und ganz normal. Das braucht es auch. Aber eigentlich hätte ich es nach einer Saison, die für den Club nicht erfolgreich lief, anders erwartet.»
«Es herrschte von Anfang an ein guter Vibe zwischen den Spielern. Das gilt es jetzt zu halten – und das geht im Fussball eigentlich nur mit guten Resultaten», so Mall.

Die Vorbereitung hat ihren Teil zum guten Gefühl beigetragen – auch wenn sie schweisstreibend war. «Wir hatten eine sehr harte Vorbereitung. Sicher intensiver, als ich sie zuletzt in Genf erlebt habe», erzählt Mall.
Joël Mall: «Ich will den maximalen Erfolg mit YB»
«Man hat gemerkt, dass die Ambitionen hoch sind. Von Tag 1 an wurde hart gearbeitet. Es wurde klar kommuniziert, was es braucht und was erwartet wird», so der Goalie. «Aber am Ende ist es im Fussball so: Wenn du am Sonntag gewinnst, war es eine gute Vorbereitung. Wenn du verlierst, war sie nicht gut.»

Seine Ziel mit YB steckt der neue Goalie klar ab: «Das ist nicht einfach so dahingesagt: Ich will den maximalen Erfolg für das Team und will mich einbringen. Sei es auf oder neben dem Platz. Und ich will, dass YB wieder dorthin kommt, wo es hingehört. Wenn es mich braucht, will ich die maximale Leistung bringen.»
Am Sonntag braucht es Joël Mall bereits erstmals: Gegen Sion steht er zwischen den Pfosten. Und mit den Wallisern haben die Berner noch eine Rechnung offen: In der abgelaufenen Saison gelang kein Sieg gegen das Tholot-Team.












