Strompreis: Stadt Bern teurer – Solar rentiert auch mit Flex-Preisen
Die Strompreise sinken 2027, doch in Berner Gemeinden bleiben grosse Unterschiede bestehen. Auch bei der Einspeisevergütung für Solarstrom ändert sich einiges.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Strompreise sinken 2027, aber in jeder Gemeinde anders.
- Urs Meister von der ElCom erklärt die Hintergründe.
- Und keine Angst vor negativen Solarstrom-Preisen: Die gezielte Verbrauchssteuerung ist «für jedermann».
Die gute Nachricht: Die Strompreise sinken 2027 erneut.
Bei EWB und BKW sogar mehr als im gesamtschweizerischen Durchschnitt: In der Stadt Bern um 6,4 Prozent, im BKW-Versorgungsgebiet sogar um 7,6 Prozent.
Dabei war der Strom bei der BKW schon im laufenden Jahr günstiger als bei der EWB. Die Stadt Bern, aber auch Gemeinden wie Grossaffoltern, Burgdorf oder Steffisburg, gehören schweizweit zu den teuersten.
Je nach Gemeinde anderer Strompreis
Dass BKW- und EWB-Strom nicht gleich teuer ist, liege wohl am hohen Eigenproduktionsanteil der BKW: Diese Gestehungskosten bewegten sich nicht parallel zu den Marktpreisen, erklärt Urs Meister, Geschäftsführer der Elektrizitätskommission (ElCom).

Meister weiter: «Die unterschiedlichen Tarife in den Gemeinden hängen damit zusammen, dass die Gemeinden unterschiedliche Gemeindeabgaben haben. Ob die Gemeinden dies irgendwann harmonisieren, das ist eine ganz andere Frage. Aber davon gehe ich im Moment nicht aus.»
Solarstrom: Eigenverbrauch optimieren im Viertelstunden-Takt
Abgesehen vom Preis für die Grundversorgung ändert sich ab 2027 auch die Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom.
Diese wird dynamisch: Je nach dem, wie sich der Strompreis am Spotmarkt bewegt, ändert die Höhe der Vergütung. Theoretisch ist das alle 15 Minuten möglich.

«Für kleine Anlagen gibt es die Mindestvergütung. So ist man abgesichert gegen tiefe Preise», relativiert Urs Meister von der ElCom. Für alle anderen gilt: «Es kann tatsächlich sein, dass der Spotmarkt-Preis negativ ist.»
Der Effekt, dass man draufzahlt, wenn man zur Unzeit Strom einspeist, ist gesetzlich so gewollt. «Das soll ein Anreiz sein für die Produzenten, dass sie dann Strom einspeisen, wenn dieser auch etwas wert ist.»
Mit Stromspeicher und einem intelligenten Energiemanagementsystem sollen diejenigen mit Solarpanels auf Eigenheim, Fabrikhalle oder Scheune ihren Eigenverbrauch optimieren.
Was komplex klingt, sei eine Sache für jedermann und keine Raketentechnologie, betont Urs Meister: «Das ist auch nicht derart schwierig, man kann das relativ einfach steuern und sich an den Marktgegebenheiten ausrichten.»








