Alex Frei

    U21-Natitrainer Alex Frei: «Habe 60 Spieler auf meiner Liste»

    Pascal Moser
    Pascal Moser

    Genève,

    Am Montag präsentierte der SFV Alex Frei (46) als neuen U21-Trainer. Der Nati-Rekordtorschütze spricht über seine Rückkehr und eine grosse Liste an Spielern.

    Alex Frei
    Alex Frei ist bei seiner ersten Medienkonferenz als U21-Nationaltrainer gut gelaunt. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Wie von Nau.ch angekündigt übernimmt Alex Frei die U21-Nati.
    • Am Mittwoch trat er erstmals in seiner neuen Funktion vor die Medien.
    • «Es hat mich immer gereizt», sagt ein sichtlich gut gelaunter Frei.

    Alex Frei übernimmt bei der Schweizer U21-Nati die Nachfolge von Sascha Stauch (51). Dieser wurde wenige Tage nach der 1:2-Pleite gegen Luxemburg im November entlassen.

    Am Mittwoch tritt Nati-Rekordtorschütze gemeinsam mit Diego Benaglio (Sport-Koordinator U21) und Pierluigi Tami (Nati-Direktor) vor die Medien.

    Qualifiziert sich die U21-Nati unter Alex Frei für die EM?

    Das sagt Alex Frei über ...

    ... seine Rückkehr zum SFV

    «Ich habe gesagt, dass ich mit dem Trainer-Dasein abgeschlossen habe. Aber es gab immer zwei Aufgaben, die das ändern können.

    Noch heute rufen mich viele Spieler für Tipps zu ihrer Karriere-Planung an, das hat mich schon immer fasziniert. Für mich war immer klar, dass ich eine solche Aufgabe gerne übernehmen würde.»

    ... seinen Sinneswandel

    «Ich schliesse nie etwas zu 100 Prozent aus, aber ich kann zu 99,9 Prozent ausschliessen, wieder Club-Trainer zu sein. Ich habe immer gesagt, dass ich nur einen einzigen Club noch einmal trainieren würde, alles andere kann ich ausschliessen.»

    Alex Frei
    Seit seinem Abgang beim FC Aarau 2024 hatte Alex Frei keinen Trainer-Job mehr inne. - keystone

    ... einen möglichen Nachfolger als Nati-Rekordtorschütze

    «Es gibt Spieler mit gewissen Tendenzen, gute Stürmer zu werden. Aber das ist beim SFV nichts Neues. Um langfristig erfolgreich zu sein, braucht es Konstanz. Ein Stürmer lebt von Selbstvertrauen – davon hatte ich in meiner Karriere genug (lacht).»

    ... seinen Job als U21-Trainer

    «Das Trainer-Sein ist mehr als nur Training, Der Rest ist Management. Dabei geht es darum, Gespräche mit Club-Verantwortlichen zu führen und die Spieler zu besuchen. Es hat mich immer gereizt, Spieler zu finden, die sonst niemand auf der Rechnung hat.»

    ... seine Arbeit in den nächsten Wochen

    «Ich habe 60 Spieler auf meiner Liste. Mein Plan ist es, möglichst viele Spiele zu besuchen oder telefonisch zu sprechen.»

    Alex Frei
    Alex Frei spricht an der Medienkonferenz am Mittwoch. - keystone

    ... Social Media

    «Ich verurteile es nicht, muss es aber auch nicht mögen. Es geht dabei auch um Anpassungsfähigkeit. Es gibt aber Momente, in denen es keinen Platz hat. Gewisse Regeln gelten immer, dabei geht es beispielsweise um Pünktlichkeit.»

    ... den Weg zum Profi

    «Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg, nur einen gescheiteren. Ich persönlich glaube, dass ein Spieler zwei Saisons in der Super League spielen sollte, bevor er ins Ausland wechselt. Im Optimalfall bestreitet er bis dahin 60 Spiele plus 5 Länderspiele.»

    ... Veränderungen seit seiner U21-Zeit

    «Von unserer ersten Elf waren damals neun Stammspieler in der damaligen Nationalliga A. Davon haben es dann sieben ins A-Nationalteam geschafft. Für mich führt auch heute noch der Weg über die Super League.»

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    In 19 Einsätzen für die U21-Nati erzielte Alex Frei 9 Tore. - keystone

    ... die Peinlich-Pleite der U21 gegen Luxemburg

    «Ich kann verstehen, dass drei Tage nach dem 1:1 gegen Frankreich nicht die gleiche Spannung da ist. Aber das darf trotzdem nicht sein. Wenn du an eine EM-Endrunde willst, musst du gegen Luxemburg gewinnen. Diese Mentalität reinzubringen, ist in dieser kurzen Zeit nicht einfach.»

    ... die jüngsten Erfolge der A-Nati

    «Für die Grösse unseres Landes machen wir vieles richtig. Aber man darf dann nicht in eine Lethargie verfallen. Besonders auf Club-Ebene fehlen derzeit die europäischen Erfolge, da müssen wir wieder mehr arbeiten als auch schon.»

    ... die Nachwuchsarbeit beim FCB und YB

    «Ich habe bereits mit Daniel Stucki telefoniert und werde auch noch mit Christoph Spycher sprechen. Dass nur wenige Spieler von Basel und YB in der U21 sind, ist sicher ein Thema.»

    So geht es für Alex Frei und die U21 weiter

    Bereits im März stehen für Alex Frei die ersten Prüfungen auf dem Programm. Im Rahmen der EM-Qualifikation trifft die U21-Nati auf die Färöer-Inseln und Estland. Aktuell belegt man mit acht Punkten aus fünf Spielen nur Rang drei.

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    Kommentare

    User #6283 (nicht angemeldet)

    Die erscht Stund wird secher en Speuzlikurs si.... mues mer jo schiens au chönne.

    User #1889 (nicht angemeldet)

    Er hat 60 Spieler auf seiner Liste? Ist das die Auswahl der Besten oder einfach das Verzeichnis aller Lizenzierten?

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