Super League – Dzemaili: «Wir überschätzen unsere Liga wegen Nati»
Lausanne scheidet als letzter Schweizer Vertreter in Europa aus – ein Rückschlag für die Super League. Für Ex-Nati-Spieler Blerim Dzemaili keine Überraschung.

Das Wichtigste in Kürze
- Lausanne scheidet international aus – auch YB, Basel, Lugano und Servette sind schon out.
- «Blue»-Experte Blerim Dzemaili sagt klar: «Wir überschätzen unsere Liga wegen der Nati».
- Dani Gygax sagt: «Sogar Zypern ist jetzt vor uns – wo führt das noch hin?»
Nach dem Ausscheiden von YB und dem FC Basel in der Europa-League-Ligaphase muss auch der FC Lausanne-Sport die Segel streichen. Der letzte Schweizer Vertreter scheitert in der Conference-League-Zwischenrunde.
Dzemaili zu Lausanne-Out: «Bin nicht überrascht»
«Ich bin nicht überrascht, dass Lausanne gegen Sigma Olmütz rausfliegt», sagt Ex-Nati-Spieler Blerim Dzemaili bei «Blue». «Die tschechische Liga ist einfach besser als unsere.»

Sein vernichtendes Urteil: «Wir überschätzen unsere Liga, wegen der guten Resultate der Nati.» Doch in dieser spielen kaum Akteure, die in der Super League aktiv sind. «Unsere Liga ist eine Ausbildungsliga für die Jungen, die sofort ins Ausland gehen.»
Gygax: «Sogar Zypern vor uns – wo führt das hin?»
Auch Ex-Nationalspieler und «Blue»-Experte Dani Gygax macht sich Sorgen um die Schweizer Liga. Er sagt: «Sogar Zypern ist jetzt vor uns – Wo führt das noch hin?»
Schon im letzten Jahr ist die Schweiz aus der Top 15 der Uefa-Fünfjahreswertung gefallen. Damit ging der fünfte Startplatz verloren – in dieser Saison gibt es über Super League und Cup vier europäische Plätze.

Eigentlich war das erklärte Ziel, sich den fünften Startplatz durch die Rückkehr in die Top 15 zurückzuholen. Dieses Ziel ist jetzt schon gescheitert. Zwar wurden durch die Punkte von YB, Basel und Lausanne sowohl Österreich als auch Schottland überholt.
Zypern ist derweil an den Schweizern vorbeigezogen. Und im Gegensatz zur Schweiz sind Top-15-Nationen wie Zypern, Norwegen, Dänemark und Polen auch weiterhin europäisch vertreten.

Auch Kroatien (Platz 20), Ungarn (22), die Ukraine (25) und Slowenien (26) sind in einem europäischen Achtelfinal dabei. Sie werden die Schweiz aber eher nicht mehr einholen – die Super League wird das Jahr auf Platz 16 beenden.
Für Blerim Dzemaili ist klar: Die Schweizer Clubs – auch abgesehen von YB und dem FCB – müssten mehr investieren, um konkurrenzfähig zu sein. «Teams wie Lausanne müssen 2-3 Transfers mehr tätigen. Nur so können sie in Europa und in der Liga mithalten.»
















