Bewässerungsprojekt soll Erträge der Landwirtschaft sichern

Keystone-SDA
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Lausanne,

Das interkantonale Bewässerungsprojekt ArroBroye der Kantone Waadt und Freiburg soll die Wasserversorgung eines der wichtigsten Landwirtschaftsgebiete der Schweiz sichern. Geplant ist, Wasser aus dem Neuenburgersee zu pumpen.

Projekt
Fabrice Bersier, Präsident der Genossenschaft ArroBroye, posiert am Donnerstag, dem 9. April 2026, vor seinem Feld in Vesin im Kanton Freiburg. - keystone

«Es gibt nichts Schlimmeres, als ein wenig zu bewässern und dann aufzuhören», sagt Fabrice Bersier, Präsident der Genossenschaft ArroBroye. Diese wurde im Dezember letzten Jahres gegründet. Mit Kartoffeln, Mais, Weizen, Zuckerrüben und Raps gilt die Broye als eine der produktivsten Agrarregionen des Landes. Das Gebiet sei unerlässlich, um die Ernährungssicherheit des Landes zu gewährleisten, betont der Freiburger Landwirt. Und eine «durstige» Landwirtschaftskultur bedeute Ertragsverluste.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels ist das Ziel klar: die Sicherung der bereits gut etablierten Produktion auf lange Sicht und die Verringerung der Anfälligkeit der Betriebe. Eine weitere Herausforderung ist der Schutz der Gewässer der Region, da Pumpverbote immer häufiger werden, insbesondere zu Beginn des Sommers.

ArroBroye überzeuge auch Organisationen, denen Biodiversität und die Erhaltung der Flussqualität am Herzen liegen, so Bersier. «Es ist ein Projekt, das insgesamt viele Landwirte einer grossen Region zusammenbringt.» Die Kantone Waadt und Freiburg hätten das Projekt von Beginn an gefördert.

Nun müssen die Gemeinden das Projekt formell genehmigen, da von den 4229 Hektar, die zum Perimeter des Bewässerungsnetzes gehören, etwa 760 Hektar den Kommunen gehören. Das Projekt sieht fast 144,5 Kilometer Leitungen vor. Die Gemeindebehörden müssen daher über den Beitritt zur Genossenschaft und die Ausstattung der betroffenen Flächen entscheiden. Die Zeichen stünden auf Grün, man hoffen nun, dass die Legislativen zustimmten, so der Präsident von ArroBroye.

Die Genossenschaft geht dabei von günstigen Konstellationen aus. Die Gemeinde Estavayer habe mit der Modernisierung ihrer Trinkwasserinfrastruktur begonnen und damit den Weg für gemeinsame Synergien bei der Erschliessung geebnet. Estavayer ist die erste Gemeinde, die ihren Beitritt zur Genossenschaft als Mitglied bestätigt hat.

Ein öffentliches Projekt zur Verbesserung der Versorgungssicherheit könne so mit einem landwirtschaftlichen Projekt zur Bewässerung verbunden werden, sagt Bersier. Die Behörden der Freiburger Gemeinde bewilligten dafür im Frühjahr 2025 einen Studienkredit in Höhe von 2,1 Millionen Franken. Das auf 62,8 Millionen Franken geschätzte Projekt beinhaltet eine solidarische Finanzierung durch die Landwirte, die Kantone Waadt und Freiburg sowie den Bund.

Wenn alles wie geplant verläuft, könnte das Bewässerungsprojekt zwischen 2031 und 2032 umgesetzt werden. Das nächste Jahr wird den öffentlichen Anhörungsverfahren gewidmet sein, während die Arbeiten 2029 beginnen könnten. Hier bietet sich laut Bersier die Chance, die landwirtschaftliche Broye zu erhalten.

Kommentare

User #2468 (nicht angemeldet)

Gibt Länder die haben unterirdisches Bewässerungssysteme. Da ko.mt das Wasser dorthin wo s gebraucht wird und hat viel weniger Verlust.

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