Schweizer Nati: Dzemaili & Behrami kritisieren Verband wegen Romano
Alessandro Romano entscheidet sich gegen die Schweizer Nati. Valon Behrami und Blerim Dzemaili kritisieren den Verband scharf. «Sie haben geschlafen.»

Das Wichtigste in Kürze
- Alessandro Romano will für Italien spielen.
- Die Ex-Nati-Stars Dzemaili und Behrami kritisieren den Verband scharf.
- «Ein riesiger Fehler», sagt Behrami. «Sie haben geschlafen», so Dzemaili.
Alessandro Romano hat sich entschieden – und zwar gegen die Schweizer Nati. Am 25. September soll er für Italien in der Nations League debütieren.
Kürzlich entschieden sich Leon Avdullahu (22) und Albian Hajdari (23) für den Kosovo. Nun geht also das nächste Talent. Romano, der auch regelmässig die Captain-Binde trug, durchlief sämtliche Nachwuchsstufen der Schweizer Nati.

Zwei Ex-Nationalspieler nervt dies gewaltig. Im TV-Studio von «RSI» kritisieren Valon Behrami und Blerim Dzemaili den Verband scharf.
«Der SFV hat voll und ganz geschlafen»
«Der SFV hat hinsichtlich Romano voll und ganz geschlafen. Ich halte das aus jeder Perspektive für einen Riesen-Fehler des Verbandes», so der Ehemann von Lara Gut-Behrami.
Behrami erinnert sich: Vor zwei Jahren habe er sich als Assistent des Watford-Sportdirektors stark gemacht, Romano von der Roma zu holen. Der Preis sei aber zu hoch gewesen.

Was unbestritten war: Wie unglaublich stark und talentiert Romano war und ist. «Das wusste jeder», stellt Behrami klar.
Seit diesem Sommer ist der in Winterthur geborene Mittelfeldspieler an Cagliari ausgeliehen. Bei der Nati wurde er früh ins Talent-Förderungsprogramm aufgenommen. Behrami kritisiert, dass man es danach aber verpasste, ihn in die A-Nati zu integrieren.
Die Bemühungen seien zu spät gekommen – nämlich erst jetzt, als er sich auf Top-Niveau durchgesetzt hat. «Man kann nicht nach seinem ersten Tor im Stadion auftauchen. Man hat bereits vorher gesehen, welch grosses Talent der Junge hat.»
Dzemaili verteidigt Romano und kritisiert Schweizer Nati
Im Studio äussert auch Dzemaili Kritik. «Ja, sie haben geschlafen.» Romano wurde im Januar an Spezia verliehen. Dzemaili erzählt, dass er damals Spezia-Trainer Roberto Donadoni eine SMS geschrieben habe: «Jetzt hast du einen richtig guten Spieler.»

Dzemaili sagt zwar, dass man Romanos Wahl respektieren müsse. Aber: «Es hätte mehr getan werden müssen, um ihn zu halten.» Nämlich: «Alles.»












