Schweizer Nati: Das ist das Aufgebot von Murat Yakin
Nach der erfolgreichen WM geht es für die Schweizer Nati in der Nations League weiter. Murat Yakin präsentiert mehrere Neulinge und Rückkehrer.

Im Überblick
13Auf die Schweizer Nati warten in den nächsten Wochen gleich vier Spiele in der Nations League! Heute gab Murat Yakin sein Aufgebot für den Mammut-Zusammenzug bekannt. Hier kommt der Nau.ch-Ticker zum Nachlesen.
Damit endet die Verkündung des Nati-Kaders. Murat Yakin behält sich vor, bis Sonntag noch Spieler nachzunominieren. Auf der Liste stehen unter anderem Michael Heule (Heidenheim) und Ex-YB-Star Joël Monteiro (Lecce). Für beide hat der Nati-Coach an der Pressekonferenz lobende Worte übrig
Der Nati-Trainer wird nach Granit Xhaka gefragt. Yakin bestätigt, dass er mit seinem Captain auch über die Wechselgerüchte gesprochen hat. Chelsea war im Sommer an Xhaka interessiert.
«Ich habe ihm meine Meinung gesagt, die behalte ich aber für mich. Aber es ist sicher richtig, ist er bei Sunderland geblieben», so Murat Yakin. Und sorgt damit für einen Lacher im Presseraum.
«Solange die Leistung stimmt und sie in ihren Clubs spielen, sind sie wichtig für uns. Das Duo ist eingespielt, ihre Abläufe stimmen. Da braucht es noch mehr, um sich auf dieser Position in das Team zuspielen», so Yakin.

Der Nati-Trainer sagt: «Aber ich habe die Idee, dem einen oder anderen Spieler eine Chance zu geben. Ardon Jashari zeigt immer gute Trainingsleistungen. Es ist gut möglich, dass er einmal von Anfang an spielen wird.»
Priorität hätte immer die Schweiz, sagt Yakin. Aber man kenne die Probleme in der Schweiz bezüglich den Plätzen und den Hotel-Kapazitäten. In St.Gallen hätte man die Plätzen gehabt – aber die Hotels hätten nicht genügend Kapazitäten gehabt. «Mit der Türkei hat es aber optimal gepasst.»

Valon Behrami wirft dem SFV vor, bei Romano geschlafen zu haben. Murat Yakin widerspricht dem Ex-Nati-Star: «Kritik von Aussen ist hier nicht angebracht. Wir haben ihm eine Plattform geboten und er war in allen U-Teams dabei, war auch Captain.»

«Am Ende war es bei ihm eine Herzensangelegenheit, da können wir nicht viel machen», ist Yakin überzeugt. «So Aussagen sind nicht förderlich. Wir müssen mit diesem Entscheid leben.» Für den Nati-Trainer ist klar: «Ich freue mich mit Spielern zu arbeiten, die sich hunderprozentig zu uns bekennen.»
Youngster Alessandro Romano wird dem Aufgebot Italiens Folge leisten – und gibt der Schweiz einen Korb. Murat Yakin erklärt: «Das Gespräch mit ihm war sehr positiv. Ich glaube nicht, dass es ein Entscheid gegen uns ist. Er spielt seit mehreren Jahren in Italien, hat sich den Lebensmittelpunkt dort installiert.

Yakin: «Wir werden sehen, wie er sich entwickelt und ob er bei Italien auch spielt. Bei ihm war es ein Herzensentscheid, hat er erklärt. Wir haben alles gemacht, was wir machen konnten. Wir wünschen ihm alles Gut. Und hoffen, dass es für ihn der richtige Entscheid ist.»
Dass sich auch die DR Kongo um Winsley Boteli bemüht hat, ist Murat Yakin bekannt. Beim Sion-Stürmer gerät der Nati-Trainer ins Schwärmen: «Boteli macht das hervorragend. Er hat sich zur Schweiz bekannt, nicht nur bei mir am Telefon, sondern auch öffentlich. Es macht mir als Trainer Freude, wenn einer hundertprozentig bereit ist, für die Schweiz zu spielen. Solche Spieler brauchen wir.»

Über Denis Zakaria sagt der Nati-Trainer: «Es braucht Spieler wie Denis Zakaria, die mannschaftsdienlich arbeiten.» Zu Routinier Ricardo Rodriguez, der erst spät zu Torino wechselte, sagt Yakin: «Rici hat zuletzt viel individuell trainiert. Er ist aber so erfahren, dass er nicht viele Spiele braucht, um reinzukommen.»

Zu den Vorwürfen, die Okafor in seinem Rücktritts-Statement erwähnt, sagt Yakin: «Ich war mit seinen defensiven Leistungen auf dem Platz nicht zufrieden. Darüber kann man mit mir diskutieren. Mit mir kann man unter vier Augen sprechen. Aber den Gang über die Öffentlichkeit hat bei mir noch nie genützt. Nun können sich andere junge Spieler beweisen.»

Yakin weiter: «Im März war er verletzt, für die WM haben wir ihn nominiert. Ich weiss nicht, welche Zusagen nicht eingehalten wurden. Er hat die Chance bekommen zu spielen und die Leistung auf dem Platz zählt für mich. Alles andere ist unwichtig.»
Zur Frage, ob die Türe für Okafor zu sei, sagt der Nati-Trainer: «Wir haben es ja schön, dass wir Spieler haben, die unbedingt für das Land spielen wollen. Wir haben Spieler, die nicht ihre persönlichen Interessen in den Vordergrund stellen. Und das sind die Spieler, auf die ich setze.»
Winsley Boteli ist nicht der einzige Neuling im Team: Auch Sascha Britschgi (20) erhält ein Aufgebot. Der Rechtsverteidiger von Parma hat sich seit seinem Transfer vom FCL zum Stammspieler gemausert.

Zurück im Kreis der Nati sind Zachary Athekame (Lyon), Alvyn Sanches (YB) und Adrian Bajrami (Braga).
Murat Yakin freut sich darauf, junge Spieler zu integrieren. Insgesamt 25 Spieler werden aufgeboten. Noch unsicher ist die Teilnahme von Aurèle Amenda, der sich bei Coventry am Mittwoch verletzt hat.
Breel Embolo rückt erst zum zweiten Spiel ein, er bestreitet noch eine Partie mit Atlanta. Der Stürmer wäre eh noch gesperrt.

Vier Spiele in der Nations League
Das sind die vier Spiele in der Nations League, die auf die Nati warten:
Samstag, 26. September (20.45 Uhr): Nordmazedonien – Schweiz, Skopje
Dienstag, 29. September (20.45 Uhr): Schottland – Schweiz, Glasgow
Samstag, 3. Oktober (20.45 Uhr): Schweiz – Slowenien, Luzern
Dienstag, 6. Oktober (20.45 Uhr): Schweiz – Nordmazedonien, Luzern
Wen nominiert Nati-Trainer Murat Yakin?
Silvan Widmer, Christian Fassnacht und Noah Okafor sind aus der Nati zurückgetreten. Es gibt also Platz für frisches Blut – um 11 Uhr gibt Murat Yakin sein Team für den langen Nati-Zusammenzug bekannt.

Wie Nau.ch bereits verraten hat, wird Sion-Spieler Winsley Boteli im Aufgebot stehen. Wer schafft es sonst noch?












