Schweizer Nati schlägt Israel in WM-Quali-Playoff – Proteste in Sion
Die Schweizer Nati zieht in der Qualifikation für die Frauen-WM 2027 in den Playoff-Final ein. Iman Beney und Julia Stierli treffen beim 2:0 über Israel.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Schweizer Nati feiert einen mageren 2:0-Heimsieg gegen Israel im WM-Quali-Playoff.
- Nach dem 7:3-Sieg im Hinspiel steht das Team von Rafel Navarro damit im Playoff-Final.
- Gegner dort wird Österreich sein, das einen 4:0-Sieg über den Kosovo feiert.
Die Schweizer Nati gewinnt im WM-Qualifikations-Playoff zuhause in Sion mit 2:0 gegen Israel. Nach dem 7:3-Auswärtssieg in Ungarn im Hinspiel steht die Nati damit im Playoff-Final gegen Österreich. Überschattet wird das Heimspiel im Tourbillon von Palästina-Protesten vor der Arena.

Nach einem bemühten Start flauen die Offensivbemühungen der Schweizer Nati etwas ab. Aber nach einer halben Stunde ist Iman Beney nach einer Mass-Flanke von Reuteler zur Stelle. Mit einem wuchtigen Kopfball trifft das ManCity-Juwel zum 1:0 nach fast genau 30 Minuten.

Auch nach dem Seitenwechsel ist die Schweizer Nati die feldüberlegene Mannschaft. Aber offensiv kommt vom Team von Rafel Navarro wenig wirklich Gefährliches. Glück für die Nati: Auch Israel findet in der Offensive kaum statt, selbst Hinspiel-Dreifachtorschützin Talia Sommer bleibt weitgehend blass.
Schweizer Nati vor dem Tor zu verspielt
Woran die Schweizer Offensive immer wieder scheitert, ist der letzte Pass: Zu oft wird noch einmal die Mitspielerin statt des Abschlusses gesucht. So kommt es kaum zu gefährlichen Schüssen auf das Tor der neuen Israel-Torfrau Amit Beilin.

Gegen tiefstehende Israelinnen bleibt oft nur der Versuch aus der Distanz. Sowohl Schertenleib als auch Kamber versuchen es mit Schüssen aus der Entfernung. Wirklich gefährlich wird es aber auch dabei im zweiten Durchgang nicht.
Magerer 2:0-Heimsieg reicht für den Playoff-Final
Einen Pluspunkt gibt es in der Nachspielzeit trotzdem noch: Julia Stierli haut einen Freistoss aus gut 22 Metern zum 2:0-Endstand in die Maschen. Übermässig zufrieden kann Rafel Navarro mit einem 2:0 gegen Israel aber nicht sein – zumal die nächste Hürde deutlich höher einzuschätzen ist.

Gegner im Playoff-Final in der WM-Qualifikation ist nämlich Alpen-Nachbar Österreich. Die ÖFB-Frauen setzen sich am Dienstag im Rückspiel zuhause in Wien souverän mit 4:0 gegen den Kosovo durch. Schon das Hinspiel hatten die Österreicherinnen auswärts mit 2:1 für sich entschieden.












