SFV löst Vertrag auf – Sundhage: «Bin überrascht»

    Nicola Wittwer
    Nicola Wittwer

    Bern,

    Die Frauen-Nati braucht eine neue Trainerin. Pia Sundhage ist per sofort weg – obwohl sie gerne geblieben wäre.

    Pia Sundhage
    Pia Sundhage muss die Nati verlassen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der SFV und Pia Sundhage gehen getrennte Wege.
    • Ende Jahr wäre der Vertrag mit der Schwedin ausgelaufen, nun wurde er vorzeitig aufgelöst.
    • Die Schwedin sagt, sie hätte die Reise gerne fortgesetzt.
    • Beim nächsten Nati-Zusammenzug Ende November soll die Nachfolge klar sein.

    Pia Sundhage ist nicht länger Trainerin des Schweizer Frauen-Nationalteams. Das teilt der SFV am Montagabend mit. Das auslaufende Arbeitspapier wurde aufgelöst.

    Der SFV trennt sich von Pia Sundhage – der richtige Entscheid?

    «Der im Dezember auslaufende Vertrag zwischen dem Schweizerischen Fussballverband (SFV) und Nationaltrainerin Pia Sundhage wird nicht verlängert. Der SFV hat Pia Sundhage in einem persönlichen Gespräch in Stockholm darüber informiert, die Zusammenarbeit per sofort zu beenden», heisst es in einer Mitteilung.

    Der Nachfolgeprozess laufe, die neue Trainerin oder der neue Trainer soll die Nati «bereits in den letzten beiden Spielen des Jahres kennenlernen und betreuen».

    Pia Sundhage
    Pia Sundhage und die Schweizer Nati sorgten an der Heim-EM im Sommer für grossartige Momente. - keystone

    SFV-Präsident Peter Knäbel sagt: «Pia Sundhage hat das Team 2024 in einer schwierigen Phase übernommen und durch eine unvergessliche Europameisterschaft in unserem Land geführt. Damit hat sie gemeinsam mit den Spielerinnen und dem Staff den Grundstein für eine vielversprechende Zukunft im Schweizer Frauenfussball gelegt.»

    Sundhage vom SFV-Entscheid «überrascht»

    «Es war mir eine grosse Freude und Ehre, dieses Schweizer Nationalteam in den vergangenen zwei Jahren zu begleiten», wird Pia Sundhage zitiert.

    «Wir haben als Team viel gelernt, sind gemeinsam gewachsen und haben mit der Heim-EM ein unvergessliches Kapitel in der Geschichte des Schweizer Frauenfussballs geschrieben.»

    Pia Sundhage
    Während der WEURO 2025 eroberte Pia Sundhage die Herzen vieler Schweizer Fussballfans und wurde gefeiert. Nun ist das Kapitel zu Ende. - keystone

    Sundhage offenbart: «Ich hätte diese Reise gerne fortgesetzt. Ich bin über den Entscheid des SFV überrascht, respektiere ihn aber. Ich wünsche dem Team und dem Schweizer Fussball nur das Beste – und dass die Leidenschaft, die wir in diesem Sommer gespürt haben, weiterlebt.»

    Änderungen beim SFV

    Gemäss Frauenfussball-Direktorin Marion Daube basiert der Entscheid «auf dem Strategie- und Weiterentwicklungsprozess. Es ist Zeit, mit angepassten Strukturen neue Impulse zu setzen und die Strategie 2026 – 2030 mit einem klaren Fokus auf die Nachwuchs- und Talentförderung und einer angepassten Spielphilosophie konsequent umzusetzen.»

    Die neue Nationaltrainerin beziehungsweise der neue Nationaltrainer sollen «eine zentrale Rolle im Bereich der Nachwuchsförderung übernehmen».

    Infolge genannter Strategie gibt es bei der Frauenfussball-Direktion des SFV weitere Änderungen. Ex-Nati-Spieler Johan Djourou neu die technische Leitung des A-Nationalteams und der Junioren-Nationalteams.

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    Kommentare

    User #3075 (nicht angemeldet)

    Dass nicht mehr Nati Spielerinnen reagierten könnte mit einer Weisung zu tun haben sich zurückzuhalten. Auch als Maulkorb bekannt.

    User #9259 (nicht angemeldet)

    Nachfolge von Sündhagel geklärt Neuer Nati-Trainer kommt vom FC Barcelona Rafaela Navarro wird neuer Nati-Trainerin.

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