Nati-Aus – Ex-Trainerin Sundhage: «War verdammt sauer»

    Etienne Sticher
    Etienne Sticher

    Schweden,

    Pia Sundhage schiesst nach dem Nati-Aus gegen den Verband, sie sei «verdammt sauer» gewesen. Sie hätte eigentlich gerne bei der Schweiz weitergearbeitet.

    Pia sundhage
    Pia Sundhage kritisiert den Schweizer Verband. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Pia Sundhage wurde in einem kurzen Gespräch mitgeteilt, dass ihr Vertrag endet.
    • Sie sei danach «verdammt sauer» gewesen, auch auf sich selbst.
    • Neu trainiert die Schwedin die Nationalmannschaft von Haiti.

    Mit Pia Sundhage hatte die Schweizer Frauennationalmannschaft eine Fifa-Welttrainerin und Olympiasiegerin an der Seitenlinie. Doch nach weniger als zwei Jahren und nach der EM wurde sie durch den Spanier Rafael Navarro ersetzt.

    In der schwedischen Zeitung «Expressen» äussert sie nun Kritik am Schweizer Verband und an den Schweizern generell. Im November 2025 sei die Verbandsspitze zu ihr nach Schweden gereist. Nach 22 Minuten waren das Gespräch und damit ihre Zeit bei der Schweiz vorbei.

    «Ich werde eigentlich nie wütend», sagt die Trainerin. «Aber da war ich so verdammt sauer.» Denn eigentlich habe sie beim SFV weiterarbeiten wollen, hat dies auch kundgetan – ebenso die Bedingung: Sie wollte einen Vollzeit-Assistenztrainer.

    Sie habe darauf gewartet, dass der Verband ein Angebot unterbreitet oder die Verhandlungen anstosse. «Das ist aber nicht passiert.»

    Fehler sieht Sundhage auch bei sich: Sie hätte es anders machen, den Kontakt suchen und die Verhandlungen anstossen sollen. «Ich war also genauso sauer auf mich selbst, dass ich es nicht in die Hand genommen habe.»

    djourou
    Johan Djourou ist der sportliche Koordinator der Frauennationalmannschaft. - keystone

    Vor den Schweizerinnen trainierte Sundhage die Top-Nationen USA, Schweden und Brasilien. Im Interview sagt sie, sie habe es in der Schweiz auch sehr schwierig gefunden, denn: «Die Leute dort sind ziemlich spiessig.»

    War es richtig, den Vertrag von Pia Sundhage nicht zu verlängern?

    Dennoch dürfte ihre aktuelle Aufgabe noch deutlich schwieriger und aussergewöhnlicher sein: Seit Februar ist sie die Trainerin der Frauennationalmannschaft von Haiti. Das Land hat sie aber noch nie besucht – und wird es auch wohl kaum tun. Denn wegen der Sicherheitslage ist es zu gefährlich, Trainings und Spiele finden deswegen in anderen Ländern statt.

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    Kommentare

    User #6083 (nicht angemeldet)

    Schweizer Sportverband jettet extra nach schweden um 22 minuten zu sprechen. Ja, das ist so absurd das es sich glaubwürdig anhört.

    User #2513 (nicht angemeldet)

    Kein Wunder war sie verdammt sauer. Ihre Erfahrung, ihre Leistung und ihr Können war und ist einfach toll. Hehehe. LOL.

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