FCB fliegt in St.Gallen aus dem Cup – Lichtsteiner-Fehlstart perfekt
Der FC Basel scheitert im Cup-Viertelfinal am FC St.Gallen. Neo-Trainer Stephan Lichtsteiner verliert auch sein drittes Spiel an der Seitenlinie.

Das Wichtigste in Kürze
- Der FC Basel unterliegt im Cup-Viertelfinal beim FC St.Gallen mit 1:2.
- Für Stephan Lichtsteiner ist es die dritte Niederlage im dritten Spiel.
- Der entscheidende Treffer für die Hausherren fällt tief in der Nachspielzeit.
In drei Spielen als Trainer des FC Basel ist Stephan Lichtsteiner aus zwei Wettbewerben ausgeschieden: Nach dem Europa-League-Aus gegen Viktoria Pilsen scheitert Rot-Blau im Cup-Viertelfinal auswärts am FC St.Gallen und muss die Träume von der Titelverteidigung im Pokal begraben.
Schon der Start misslingt den Gästen völlig: Nach nicht einmal einer Minute geht der FC St.Gallen bereits in Führung, Vandermersch hat rechts viel Platz und setzt Aliou Baldé in Szene. Der kann sich den Ball im Zentrum zurechtlegen und trifft aus dem ersten Angriff nach 53 Sekunden zum 1:0.

Nach knapp sechs Minuten gibt es dann den Aufreger im FCSG-Sechzehner, die Basel-Profis reklamieren ein Handspiel. Der VAR schaltet sich jedoch nicht ein, die Szene wird nicht geprüft. Der FCB versucht in der Folge, auf den frühen Rückstand zu reagieren. Wirklich zwingend wird der Titelverteidiger aber vor dem Seitenwechsel nicht.
FCB mit Jungstürmer – offensiv geht wenig
Lichtsteiner reagiert zur Pause, Jungstar Koloto ersetzt den ungefährlichen Ajeti. Der junge Mittelstürmer bringt tatsächlich etwas frischen Wind in die Offensive, reizt die Espen-Abwehr immer wieder zu Fouls. Aber die Gäste bringen nach vorne weiter wenig Kontrolliertes zustande.

Allerdings strahlt im Spiel nach vorne auch der FC St.Gallen wenig Gefahr aus, die heisseste Szene ist ein Vandermersch-Distanzschuss nach einer knappen Stunde. Die Kugel geht aber deutlich über die Querlatte. Auf der Gegenseite kratzt Vandermersch nach einem Watkowiak-Fehler einen Eckball von der Linie, der Keeper hält den Daniliuc-Nachschuss.
Stürmer-Poker lohnt sich für Lichtsteiner
Nach 65 Minuten lässt Koloto den Titelverteidiger dann jubeln: Nach einer Traoré-Massflanke von der rechten Seite ist der 18-Jährige – im zweiten Pflichtspiel – völlig frei. Mit dem Kopf lässt er Watkowiak keine Chance und gleicht zum 1:1 aus. Eine halbe Stunde vor Schluss ist also wieder alles offen.

Der Ausgleich weckt die Hausherren auf, Daschner versucht es per Distanz-Hammer, zielt aber zu hoch. Kurz darauf rettet Salvi nach einem Eckball auf der Linie gegen Stanic, der Nachschuss von Okoroji geht haarknapp vorbei. Eine Minute später verpasst Baldé nach einer Salvi-Parade den Abstauber.
FC St.Gallen wirft alles nach vorne
Nach dem Ausgleich findet Basel in der Offensive fast nicht mehr statt, hat aber zweimal Schiri-Glück: Erst wird den Espen ein klarer Eckball verwehrt, Sekunden später den Baslern ein Phantom-Corner zugesprochen. Zum Glück für die Ostschweizer bringt die Szene aber nichts ein.

Die Ostschweizer sind dem entscheidenden Treffer in den Schlussminuten näher. Baldé scheitert aus spitzem Winkel an Salvi, Boukhalfa setzt einen Kopfball aufs Tordach. Görtler setzt einen Kopfball knapp neben den Pfosten. Auf der Gegenseite unterbindet Watkowiak einen Basler Konter mit einem perfekt getimten Ausflug aus seinem Sechzehner.
Der Treffer fällt dann auch, er fällt für die Ostschweizer, er fällt in der 93. Minute – und er ist absolut verdient: Boukhalfa kommt nach einem Abpraller im Basel-Sechzehner in der Nachspielzeit an den Ball. Mit Kraft und Gefühl schiebt er die Kugel in die untere Ecke zum 2:1-Sieg und zum Halbfinal-Einzug.












