Obergrenzen für Basler Cliquenkeller gelten auch unter dem Jahr
Nicht nur während der Fasnacht, sondern auch für vereinsinterne Anlässe und somit auch unter dem Jahr gelten in den Cliquenkellern die maximalen Brandschutz-Personenzahlen. Dies geht aus einer Interpellationsantwort der Basler Regierung vom Mittwoch hervor.

Daher sind nicht nur öffentliche Anlässe von den Brandschutzvorgaben betroffen, wie Regierungsrätin Tanja Soland (SP) vor dem Grossen Rat ausführte. Als Präventivmassnahme nach der Brand-Katastrophe von Crans-Montana hat die Feuerpolizei mit den feuerpolizeilichen Begehungen der Cliquenkeller begonnen. Sie hat bis Dienstagabend 22 Kontrollen durchgeführt, wie Soland in ihrer Antwort auf eine Interpellation von Jo Vergeat (Grüne) sagte.
Bei über 80 Prozent der kontrollierten Keller scheint die Einhaltung der Vorgaben umsetzbar zu sein. Allenfalls bedarf es zusätzlicher Massnahmen. Brennbare Materialien sind in Einzelfällen ein Thema. Dekorationsmaterialien dürfen eine bestimmte Fläche nicht überschreiten und müssen einen Mindestabstand zueinander einhalten, wie die Regierungsrätin erklärte.
Eine allfällige Anpassung der Personen-Obergrenze ist abhängig von den Resultaten der Begehung. Noch ist nicht bekannt, ob einzelne Cliquen ihre Keller während der Fasnacht gar nicht erst öffnen können, wie Soland weiter sagte.
Jo Vergeat hielt fest, sie habe die Interpellation eingereicht, da bei den Fasnachtscliquen noch viel Verwirrung um die Brandschutz-Massnahmen herrsche, welche die Gebäudeversicherung vor zwei Wochen bekanntgab. Nach der Beantwortung der Fragen stelle sie fest, dass geltende Regeln nun kurz vor der Fasnacht zu «kontrollierten Regeln» werden. Manche davon seien den Cliquen während alle den vergangenen Jahren nicht bekannt gewesen. So etwa die Bestimmungen zu den Dekorationen, vor allem der beliebten Laternenbilder, und zu den Obergrenzen bei internen Anlässen.
Sie wünsche sich vom Kanton Unterstützung für die Cliquen, die über die Kommunikation hinausgeht. So könne er sich etwa überlegen, für Cliquen und Junge Garden während der Fasnacht Räume zur Verfügung zu stellen, damit sie dort ihr Nachtessen einnehmen können, wenn das im Keller nicht mehr möglich ist.






