FC Basel

    FCB fliegt in St.Gallen aus dem Cup – Lichtsteiner-Fehlstart perfekt

    Mischi Wettstein
    Mischi Wettstein

    Basel,

    Der FC Basel scheitert im Cup-Viertelfinal am FC St.Gallen. Neo-Trainer Stephan Lichtsteiner verliert auch sein drittes Spiel an der Seitenlinie.

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    Xherdan Shaqiri (FC Basel) nach dem Cup-Aus in St.Gallen. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der FC Basel unterliegt im Cup-Viertelfinal beim FC St.Gallen mit 1:2.
    • Für Stephan Lichtsteiner ist es die dritte Niederlage im dritten Spiel.
    • Der entscheidende Treffer für die Hausherren fällt tief in der Nachspielzeit.

    In drei Spielen als Trainer des FC Basel ist Stephan Lichtsteiner aus zwei Wettbewerben ausgeschieden: Nach dem Europa-League-Aus gegen Viktoria Pilsen scheitert Rot-Blau im Cup-Viertelfinal auswärts am FC St.Gallen und muss die Träume von der Titelverteidigung im Pokal begraben.

    Ist Stephan Lichtsteiner der richtige Trainer für den FCB?

    Für Captain Xherdan Shaqiri ist es «enttäuschend, dass wir nicht zumindest in die Verlängerung gekommen sind.» Letztlich gebe es im Fussball aber immer Höhen und Tiefen. «Letztes Jahr ist es ganz anders gelaufen, dieses Jahr vielleicht weniger. Wir müssen alle miteinander arbeiten, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen.»

    FC Basel Xherdan Shaqiri
    Xherdan Shaqiri und der FC Basel stolpern über St.Gallen. - keystone

    Die Trainer-Diskussion will der FCB-Captain nach der dritten Pleite im dritten Lichtsteiner-Spiel nicht aufkommen lassen. «Das ist jetzt eine unnötige Frage», sagt er zu Nau.ch-Fussball-Chefreporter Mischi Wettstein. «Wir müssen dem Trainer auch etwas Zeit geben, es ist sicher nicht der beste Start für ihn gewesen.»

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    Flavius Daniliuc (FC Basel) nach dem Cup-Out in St.Gallen. - Nau.ch

    Gross ist die Enttäuschung auch bei Abwehrchef Flavius Daniliuc. «Ich will gar nicht über den Trainer sprechen», stellt der Österreicher klar. «Am Ende liegt es an uns, den Spielern mit Persönlichkeit, die ein bisschen älter und erfahrener sind. Wir hätten die Mannschaft zusammenraffen und mehr rausholen müssen.»

    Katastrophen-Start für den FCB

    Schon der Start misslingt den Gästen völlig: Nach nicht einmal einer Minute geht der FC St.Gallen bereits in Führung, Vandermersch hat rechts viel Platz und setzt Aliou Baldé in Szene. Der kann sich den Ball im Zentrum zurechtlegen und trifft aus dem ersten Angriff nach 53 Sekunden zum 1:0.

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    Aliou Baldé trifft für den FC St.Gallen gegen den FC Basel zur frühen Führung. - keystone

    Nach knapp sechs Minuten gibt es dann den Aufreger im FCSG-Sechzehner, die Basel-Profis reklamieren ein Handspiel. Der VAR schaltet sich jedoch nicht ein, die Szene wird nicht geprüft. Der FCB versucht in der Folge, auf den frühen Rückstand zu reagieren. Wirklich zwingend wird der Titelverteidiger aber vor dem Seitenwechsel nicht.

    FCB mit Jungstürmer – offensiv geht wenig

    Lichtsteiner reagiert zur Pause, Jungstar Koloto ersetzt den ungefährlichen Ajeti. Der junge Mittelstürmer bringt tatsächlich etwas frischen Wind in die Offensive, reizt die Espen-Abwehr immer wieder zu Fouls. Aber die Gäste bringen nach vorne weiter wenig Kontrolliertes zustande.

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    Der FC Basel gegen den FC St.Gallen. - keystone

    Allerdings strahlt im Spiel nach vorne auch der FC St.Gallen wenig Gefahr aus, die heisseste Szene ist ein Vandermersch-Distanzschuss nach einer knappen Stunde. Die Kugel geht aber deutlich über die Querlatte. Auf der Gegenseite kratzt Vandermersch nach einem Watkowiak-Fehler einen Eckball von der Linie, der Keeper hält den Daniliuc-Nachschuss.

    Stürmer-Poker lohnt sich für Lichtsteiner

    Nach 65 Minuten lässt Koloto den Titelverteidiger dann jubeln: Nach einer Traoré-Massflanke von der rechten Seite ist der 18-Jährige – im zweiten Pflichtspiel – völlig frei. Mit dem Kopf lässt er Watkowiak keine Chance und gleicht zum 1:1 aus. Eine halbe Stunde vor Schluss ist also wieder alles offen.

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    Giacomo Koloto trifft für den FC Basel. - keystone

    Der Ausgleich weckt die Hausherren auf, Daschner versucht es per Distanz-Hammer, zielt aber zu hoch. Kurz darauf rettet Salvi nach einem Eckball auf der Linie gegen Stanic, der Nachschuss von Okoroji geht haarknapp vorbei. Eine Minute später verpasst Baldé nach einer Salvi-Parade den Abstauber.

    FC St.Gallen wirft alles nach vorne

    Nach dem Ausgleich findet Basel in der Offensive fast nicht mehr statt, hat aber zweimal Schiri-Glück: Erst wird den Espen ein klarer Eckball verwehrt, Sekunden später den Baslern ein Phantom-Corner zugesprochen. Zum Glück für die Ostschweizer bringt die Szene aber nichts ein.

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    Der FC St.Gallen ist dem Siegtreffer näher. - keystone

    Die Ostschweizer sind dem entscheidenden Treffer in den Schlussminuten näher. Baldé scheitert aus spitzem Winkel an Salvi, Boukhalfa setzt einen Kopfball aufs Tordach. Görtler setzt einen Kopfball knapp neben den Pfosten. Auf der Gegenseite unterbindet Watkowiak einen Basler Konter mit einem perfekt getimten Ausflug aus seinem Sechzehner.

    Der Treffer fällt dann auch, er fällt für die Ostschweizer, er fällt in der 93. Minute – und er ist absolut verdient: Boukhalfa kommt nach einem Abpraller im Basel-Sechzehner in der Nachspielzeit an den Ball. Mit Kraft und Gefühl schiebt er die Kugel in die untere Ecke zum 2:1-Sieg und zum Halbfinal-Einzug.

    Kommentare

    User #1406 (nicht angemeldet)

    Degen mit dem eingefrorenen Smile und Stucki der Griesgrämige. was für ein "Passo Doble" ^^

    User #2474 (nicht angemeldet)

    Klassiker? Oder doch eher ein Wochenendknaller ohne Knall für den Jakobinerclub vom Rheinknie? Ein dürftiges 0:0 kommt den Realitäten beim FCB und dem FCZ wohl am nächsten.

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